zu allen Artikeln

Die erfolgreichsten Olympioniken aller Zeiten: Rekordjäger der Spiele

Warum wir Rekorde lieben

Rekorde üben eine besondere Faszination aus: Sie sind Messlatten, an denen sich Generationen von Sportlern messen. Die Olympischen Spiele liefern regelmäßig spektakuläre Geschichten – sowohl vom Podium als auch von den Rängen. Wer erinnert sich nicht an legendäre Momente wie Jesse Owens’ vier Goldmedaillen 1936 oder Nadia Comănecis erste perfekte 10? Unser Artikel geht noch einen Schritt weiter: Er analysiert die erfolgreichsten Olympioniken aller Zeiten, also die Athleten und Athletinnen mit den meisten olympischen Medaillen. Gleichzeitig schauen wir darauf, welche Bedingungen zu solchen Leistungen beitragen und wie Sie als Leserin oder Leser daraus Inspiration ziehen können. Wenn Sie mehr über die Hintergründe einzelner Momente erfahren möchten, empfehlen wir die legendären Olympia‑Momente – ein Artikel auf unserem Blog, der zehn unvergessliche Szenen beleuchtet.

jesse-owens-berlin-olympics-break-1936IMAGO / United Archives / ErichxAndres / Olympische Sommerspiele 1936 in Berlin. Jesse Owens während einer Pause in der Olympiastätte. Der erfolgreichste Athlet der Berliner Olympiade. Goldmedaillengewinner im 100 m und 200 m Sprint, 4 x 100 m Staffel und Weitsprung.

 

Unsere Aufstellung folgt den aktuellen Daten bis zu den Winterspielen 2026. Bei der Auswahl legen wir Wert auf klare Fakten, vergleichen aber auch Sportarten miteinander. Schließlich ist es ein Unterschied, ob ein Schwimmer bei einem Olympiajahr sieben Mal ins Becken springt oder eine Biathletin nur zwei Chancen hat, Medaillen zu sammeln. Die erfolgreichsten Olympioniken werden deshalb nach der Gesamtzahl ihrer Medaillen geordnet, und wir geben Ihnen zu jeder Person Kontext und Anekdoten an die Hand. Neben reinen Zahlen erfahren Sie auch, wie Trainingsmethoden, politische Rahmenbedingungen und technologische Entwicklungen Einfluss nahmen. Bleiben Sie gespannt – vielleicht taucht Ihr Lieblingssportler auf oder Sie entdecken neue Namen.

Was bedeutet Erfolg bei Olympia?

Medaillen als Maßstab

Die simpelste Definition eines erfolgreichen Olympioniken lautet: viele Medaillen. Doch die nüchterne Zahl ist nur die Spitze des Eisbergs. Eine Goldmedaille im Marathon bedeutet, dass jemand in zwei Stunden eine Strecke bewältigt, für die viele von uns den Bus nehmen würden. Im Schwimmen dagegen winken gleich mehrere Chancen pro Spiele, sodass Athletinnen wie Katie Ledecky innerhalb weniger Tage vier Rennen absolvieren. Deshalb werden wir im Laufe dieses Artikels die Medaillenerfolge immer im Kontext einordnen – sowohl anhand der Anzahl der verfügbaren Disziplinen als auch der historischen Epoche. Wenn Sie tiefer in den olympischen Kontext eintauchen möchten, lesen Sie unsere 11 Fakten über Olympia. Dort erfahren Sie unter anderem, warum die ersten Spiele 1896 nur neun Sportarten umfassten und Frauen erst 1900 teilnehmen durften.

Sommer‑ versus Winterspiele

Ein weiterer Faktor ist der Unterschied zwischen Sommer‑ und Winterspielen. Während bei den Sommerspielen Disziplinen wie Leichtathletik, Schwimmen und Turnen dominieren, bieten die Winterspiele weniger Wettbewerbe, aber andere Herausforderungen: Kälte, Höhenlage und variierende Witterungsbedingungen. Eine Langläuferin wie Marit Bjørgen hat bei einer Olympiade typischerweise fünf bis sechs Starts, sodass ihre 15 Medaillen ein Produkt aus Vielseitigkeit und Beständigkeit sind. Im Turnen gibt es dagegen zahlreiche Geräte, aber nur ein begrenztes Zeitfenster pro Karriere, weil körperliche Höchstleistungen im jüngeren Alter erbracht werden. Diese Unterschiede machen den Vergleich schwierig und gleichzeitig reizvoll.

Der Wert von Bildern

Wer sich mit Olympioniken beschäftigt, stellt fest, dass Bilder oft mehr sagen als Zahlen. Ein Foto von Michael Phelps, der nach seinem 23. Gold die Arme hochreißt, transportiert Emotionen, Ehrgeiz und Erleichterung zugleich. Die IMAGO‑Redaktion empfiehlt, stets hochwertige, lizenzierte Bilder zu verwenden, um Geschichten zum Leben zu erwecken. Ein nützlicher Einstieg ist unser Leitfaden zum Lizensieren von Olympia‑Fotos, der erklärt, worauf Sie bei Bildauswahl und -rechten achten sollten. Mit guten Bildern wirken Ihre Beiträge professioneller und bleiben länger im Gedächtnis – das gilt für Blogposts, Social‑Media‑Beiträge und Präsentationen gleichermaßen.

sports-banner-deWir beraten Sie rund um die passenden Bilder für Tennis und weitere Sportarten – inklusive individueller Medienpakete.

 

Bilder lizenzieren – So geht es rechtssicher bei IMAGO

Wer Bilder veröffentlicht, arbeitet fast immer in einem Umfeld, in dem Bildrechte, Persönlichkeitsrechte und Nutzungszweck sauber getrennt werden müssen. Eine Lizenz überträgt dabei nicht das Eigentum am Bild – sie regelt das Nutzungsrecht, während das Urheberrecht beim jeweiligen Creator bzw. der Agentur verbleibt. IMAGO bietet dafür gängige Lizenzmodelle, die den Einsatz präzise definieren:

  • Rights Managed (RM): in der Regel für klar umrissene, einmalige Nutzungen wie einen Artikel, eine konkrete Social‑Media‑Veröffentlichung oder eine definierte Druckauflage. Rahmen wie Laufzeit, Gebiet und Medium können festgelegt sein.

  • Royalty Free Classic (RF): für wiederholte Nutzung ohne erneute Einzelmeldung pro Einsatz, je nach Variante wie Standard oder Extended.

  • Royalty Free Premium (RF Premium): für besonders flexible Projekte, häufig auch mit größerem Umfang (zum Beispiel Print, Kampagnenbestandteile, Packaging – sofern die zusätzlichen Rechte vorliegen).


Gerade bei Sportbildern ist die Unterscheidung „redaktionell“ vs. „kommerziell“ zentral: Redaktionell meint Berichterstattung, Information, Dokumentation (z. B. Artikel, Chroniken, Schulmaterial). Kommerziell umfasst Werbung, Sponsoring, Produktvermarktung, Packaging oder Merchandising – und kann zusätzliche Einwilligungen erfordern. Wenn Personen oder private Orte/Objekte klar erkennbar sind und die Nutzung kommerziell wird, können Model Releases (Einwilligung abgebildeter Personen) oder Property Releases (Freigabe von Eigentümern, z. B. bei privatem Eigentum oder Kunst) relevant werden. IMAGO kennzeichnet den Release‑Status in den Metadaten und unterstützt die Suche über entsprechende Filter.

Damit eine Bildstrecke im Alltag funktioniert, ist neben der Rechtefrage auch der Workflow entscheidend. IMAGO bietet drei gängige Einkaufswege, die je nach Umfang sinnvoll sind:

  1. Webshop – Single License: Einzellizenzen direkt für konkrete Veröffentlichungen.

  2. Webshop – Credit Packages: Credits mit Laufzeit (365 Tage) für regelmäßige Käufer.

  3. Sales Manager: Persönliche Beratung für größere Umfänge, wiederkehrende Bedarfe oder individuelle Vertragsmodelle.

Ergänzend lohnt sich in vielen Redaktionen ein kurzer Blick in die internen Bereiche „Lizenzen“, „Rights Managed“ und „Royalty Free Premium“, um bei wiederkehrenden Formaten konsistent zu bleiben.

Die Rekordjäger: Legenden des Schwimmsports

Schwimmen ist bei Olympia so etwas wie das Buffet einer Geburtstagsfeier: Es gibt für jeden Geschmack etwas und man kann sich mehrfach bedienen. Ein Schwimmer, der mehrere Stilarten beherrscht, hat in zwei Wochen oft mehr Starts als ein Fußballspieler in seiner gesamten Karriere. Deshalb kommen viele der athletes with the most Olympic medals aus dem Becken. Doch hinter den Zahlen stecken Geschichten aus Schweiß, Chlorgeruch und unzähligen Stunden im Wasser.

Michael Phelps – die Medaillenmaschine

Michael Phelps ist das Synonym für Olympiareife. Der US‑Amerikaner hält mit 28 Medaillen den absoluten Rekord, darunter 23 Gold. Von 2004 bis 2016 sammelte er einen wahren Schatz an Edelmetall und sorgte für Schlagzeilen weltweit. Phelps’ Erfolgsrezept: ein außerordentlich langer Armzug, ein Höchstmaß an Disziplin und das Talent, sich im richtigen Moment noch einmal zu steigern. Neben seinen Siegen im Einzel überzeugte er auch als Staffelschwimmer, der das Team zum Sieg trug. Ein zentrales Element seines Trainings war die mentale Vorbereitung – Phelps arbeitete mit Visualisierungstechniken und Psychologen, um vor jedem Start die perfekte Balance aus Spannung und Entspannung zu finden. In seinen späten Karrierejahren sprach er offen über mentale Gesundheit und zeigte, dass auch vermeintlich unbesiegbare Sportler verletzlich sind.

Auf humorvolle Weise sagte Phelps einmal, dass er so viel Zeit im Wasser verbringe, dass er „eigentlich Kiemen haben müsste“. Dieser Satz verdeutlicht die Hingabe, die hinter seiner Bilanz steckt. Seine Geschichte zeigt, wie eng körperliche Leistungsfähigkeit und mentaler Fokus zusammenhängen.

michael-phelps-200m-butterfly-rio-2016

IMAGO / Insidefoto / Michael Phelps (USA) beim 200m Schmetterling der Männer in Rio de Janeiro 2016, Olympisches Schwimmstadion.

 

Weitere Schwimmstars im Überblick

  • Katie Ledecky – Mit 14 Medaillen (davon 9 Gold) dominiert die Ausdauerspezialistin insbesondere die langen Distanzen. Ihre Rennen über 800 m und 1 500 m sind häufig Soloschauen; sie setzt sich früh ab und lässt der Konkurrenz keine Chance. Ledecky gilt zudem als Vorbild für junge Schwimmerinnen und engagiert sich für die Nachwuchsförderung. Ein ausführlicher Bericht zu ihrem historischen 14. Sieg findet sich im TIME‑Magazin.

  • Emma McKeon – Die Australierin brachte es bis 2026 auf 14 Medaillen (6 Gold, 3 Silber, 5 Bronze) und ist damit die erfolgreichste Schwimmerin ihres Landes. Ihre Vielseitigkeit erstreckt sich von Schmetterling über Freistil bis hin zu Staffeln. McKeons Erfolg zeigt, wie wichtig Teamwork bei Staffeln ist – jede Einzelzeit zählt, aber am Ende gewinnt die Gesamtsumme.

  • Jenny Thompson – Als Pionierin der 1990er und frühen 2000er eroberte sie 12 Medaillen, darunter 8 Gold. Ihre Dominanz in den Staffeln brachte den USA zahlreiche Siege. Thompson engagierte sich nach ihrer aktiven Karriere im medizinischen Bereich und inspiriert junge Athletinnen, Beruf und Sport zu verbinden.

    jenny-thompson-50m-freestyle-2004-olympics

    IMAGO / ZUMA Press Wire / Smiley N. / Jenny Thompson aus den Vereinigten Staaten dehnt sich vor ihrem 50-Meter-Freistil-Vorlauf am Donnerstag, dem 20. August 2004, aus. Mit einer Silbermedaille im 4x100-Staffelrennen am Samstag wird Thompson zur am meisten ausgezeichneten Schwimmerin in der olympischen Geschichte mit 12 Medaillen.

  • Ryan Lochte – Der Allrounder des US‑Schwimmteams sammelte 12 Medaillen (6 Gold, 3 Silber, 3 Bronze). Lochte war nicht nur wegen seiner Leistungen bekannt, sondern auch wegen seines lockeren Auftritts abseits des Beckens. Seine Medaillenbilanz dokumentiert vier Olympiade‑Zyklen und zeigt, wie Langlebigkeit im Leistungssport möglich ist.

  • Natalie Coughlin – Sie holte 12 Medaillen (3 Gold, 4 Silber, 5 Bronze) und war die erste Frau, die die 100‑Meter‑Rückenschwimmen unter einer Minute absolvierte. Coughlins Karriere steht für technische Perfektion und den Mut, neue Trainingsmethoden zu testen.

  • Dara Torres – Mit 12 Medaillen (4 Gold, 4 Silber, 4 Bronze) über fünf Olympische Spiele hinweg beweist sie, dass Alter im Spitzensport relativ ist. Torres kehrte als 41‑Jährige 2008 zurück und gewann noch einmal drei Silbermedaillen – eine Leistung, die viele ins Staunen versetzte.

 

Die Schwimmkategorie illustriert, wie ausdauernd Training und die richtige Technik zu langfristigem Erfolg führen. Sie zeigt aber auch, dass humorvolle Momente dazugehören: Ryan Lochte nannte sich einst „Jeah“, was sich im Netz zu einem Meme entwickelte – ein kleiner Ausflug in die Popkultur des Sports.

Turnerinnen und Turner: Meister der Präzision

Turnen verbindet Kraft, Eleganz und Nervenstärke. Ein Fehler kann den Unterschied zwischen Gold und dem zehnten Platz bedeuten. Dennoch gibt es Athletinnen und Athleten, die in diesem fordernden Umfeld Serienrekorde aufstellten. Die Sowjetunion und Japan dominierten lange Zeit, später kamen Stars aus Russland, China und den USA hinzu.

Larisa Latynina – die Vorreiterin

Bevor Michael Phelps die Bühne betrat, galt Larisa Latynina als die erfolgreichste Olympionikin. Die sowjetische Turnerin gewann 18 Medaillen, davon 9 Gold. Zwischen 1956 und 1964 prägte sie den Kunstturnsport, indem sie schwierigste Übungen scheinbar mühelos ausführte. Latynina brillierte am Boden, am Sprung und am Stufenbarren, überzeugte aber auch im Mehrkampf. Ihr Erfolg war eng mit dem sowjetischen Sportsystem verbunden, das Talente früh erkannte und systematisch förderte. Nach ihrer aktiven Zeit blieb sie als Trainerin tätig und formte neue Generationen. Ihre Geschichte ist ein Beispiel dafür, wie staatliche Strukturen sowohl Chancen als auch Druck schaffen.

larissa-latynina-tokyo-1964-balance-beam IMAGO / Horstmüller / Olympische Spiele Tokio 1964, Larissa Latynina (UdSSR) auf dem Schwebebalken.

 

Nikolaj Andrianov und Boris Schachlin – die russischen Giganten

Nikolaj Andrianov gewann 15 Medaillen (7 Gold, 5 Silber, 3 Bronze) und gilt bis heute als einer der besten Mehrkämpfer. Er glänzte vor allem an den Ringen und am Boden. Boris Schachlin steht ihm kaum nach: Mit 13 Medaillen (7 Gold, 4 Silber, 2 Bronze) dominierte er das Turnen zwischen 1956 und 1964. Schachlin war für seine technische Präzision und ruhige Präsentation bekannt. Beide Turner stehen für eine Ära, in der ein straffes Trainingsprogramm sowie Teamwettbewerbe den Medaillenspiegel prägten. Ihre Erfolge zeigen, dass Perfektion ohne ein eingespieltes Team kaum erreichbar ist.nikolai-andrianov-soviet-union-olympic-rings-mosco

IMAGO / WEREK / Nikolai Andrianov (Soviet Union) an den Ringen bei den Olympischen Spielen in Moskau 1980.

 

Sawao Katō und Takashi Ono – Japans Turnhelden

Während der 1960er und 1970er Jahre übernahm Japan die Vorherrschaft im Turnen. Sawao Katō gewann 12 Medaillen, darunter 8 Gold, und prägte die Team- und Einzelwettkämpfe. Sein Landsmann Takashi Ono sammelte 13 Medaillen (5 Gold, 4 Silber, 4 Bronze) und war damit der erfolgreichste Turner seiner Generation. Katōs Stil war geprägt von Leichtigkeit; Ono beeindruckte mit Langlebigkeit – er nahm an vier Olympischen Spielen teil. Beide Athleten zeigten, dass technischer Feinschliff und mentale Stärke den Ausschlag geben können.

Weitere Turngrößen

  • Boris Schachlin – Bereits erwähnt, aber seine zwei Bronzemedaillen sollten nicht übersehen werden. Er bewies, dass auch ein „schlechter“ Tag noch zu Edelmetall führen kann.

  • Gymnastikteams – Sowjetische, japanische und chinesische Mannschaften gewannen in verschiedenen Epochen zahlreiche Teammedaillen. Teamwettbewerbe verzeihen individuelle Fehler eher, verlangen aber perfekte Synchronisation.

Die Turnerinnen und Turner zeigen eindrucksvoll, wie fein die Grenze zwischen Erfolg und Misserfolg ist. In keiner anderen Sportart entscheiden Zehntelpunkte so sehr über Lebensgeschichten. Vielleicht fühlt sich die Balance auf dem Schwebebalken für uns im Alltag ähnlich an – nur, dass ein Fehltritt selten zu einer Revolte der Jury führt.

Ausdauer auf der Bahn: Paavo Nurmi

Leichtathletik ist das Herz der Sommerspiele, und Langstreckenläufer schreiben oft Geschichte. Paavo Nurmi, der „Fliegende Finne“, dominiert diese Kategorie. Zwischen 1920 und 1928 gewann er 12 Medaillen9 Gold und 3 Silber. Nurmis Rennstrategie war damals revolutionär: Er nutzte eine Stoppuhr während des Rennens, um seine Zwischenzeiten zu kontrollieren, und disponierte wie ein Uhrwerk. Seine Taktik, auf den letzten Kilometern das Tempo zu erhöhen, machte ihn nahezu unbezwingbar. Viele moderne Trainer betrachten Nurmi als Vorreiter des Intervalltrainings und der Periodisierung. Seine Erfolge entstanden in einer Zeit, als Sportler auf staubigen Bahnen liefen und Sponsoring ein Fremdwort war. Umso bemerkenswerter ist sein Medaillensatz.

Fechtkunst par excellence: Edoardo Mangiarotti

Im Fechtsport wird Präzision, Schnelligkeit und taktisches Gespür verlangt. Der Italiener Edoardo Mangiarotti sammelte in seiner 40-jährigen Karriere 13 Medaillen (6 Gold, 5 Silber, 2 Bronze) und gilt als der erfolgreichste Fechter der Geschichte. Seine Erfolge verteilen sich über Degen- und Florettwettbewerbe, sowohl im Einzel als auch im Team. Mangiarotti profitierte von einer außergewöhnlichen Hand-Auge-Koordination und der Fähigkeit, Gegner zu lesen. Interessanterweise konzentrierte er sich nicht nur auf die Offensive, sondern perfektionierte auch die Kunst des Parierens und Ripostierens. Seine Anekdoten erzählen von Duellen über mehrere Minuten, in denen er die Geduld seiner Gegner zermürbte. Fechten ist ein Sport der Millimeter, und Mangiarotti meisterte sie wie kaum ein anderer.

edoardo-mangiarotti-helsinki-olympic-games-1952 IMAGO / UIG / Edoardo Mangiarotti (Mitte) bei den Olympischen Spielen in Helsinki 1952.

Dressurdelikatesse: Isabell Werth

In der Dressur ist Harmonie zwischen Mensch und Tier alles. Isabell Werth aus Deutschland wurde zur Legende, weil sie 14 Medaillen (8 Gold, 6 Silber) über eine Karriere von mehr als drei Jahrzehnten sammelte. Jede ihrer Kürprogramme ist eine choreografische Komposition, die höchste Präzision und Ausstrahlung vereint. Werth zeigt, dass Erfolg im Reitsport nicht nur vom Reiter abhängt – das Pferd ist Partner, nicht Werkzeug. Ihr Wissen über Pferdepflege, Trainingsrhythmen und die richtige Musikauswahl für Kürprogramme floss in jedes Meisterwerk ein. Für alle, die denken, Dressur sei langweilig: Schauen Sie sich Werths Ritte an und lassen Sie sich vom Taktgefühl mitreißen. Sie werden merken, dass Perfektion manchmal vier Beine hat.

isabell-werth-wendy-de-fontaine-fei-dressage-world

IMAGO / Stefan Lafrentz / Longines CHI Classics 2026, Isabell Werth (GER), Wendy de Fontaine FEI Dressage World Cup, präsentiert vom Grand Hotel Les Trois Rois Basel FEI Grand Prix de Dressage Basel, St. Jakobshalle 09. Januar 2026.

Wintersport: Kälte, Ausdauer und Rekorde

Die Winterspiele bieten ein anderes Spektrum an Heldengeschichten. Weniger Disziplinen bedeuten weniger Medaillenchancen, dafür sind die Bedingungen härter. Schnee, Eis und Wind können über Sieg oder Niederlage entscheiden. Wer hier Rekorde sammelt, beweist nicht nur sportliche Stärke, sondern auch Anpassungsfähigkeit. Für tiefergehende Einblicke in die eisigen Heldengeschichten empfehlen wir unseren Artikel über die größten Winter-Olympioniken aller Zeiten.

Marit Bjørgen – Königin des Langlaufs

Marit Bjørgen aus Norwegen ist die erfolgreichste Winterolympionikin. Sie gewann 15 Medaillen, darunter 8 Gold. Ihre Vielseitigkeit reichte von Sprint über Verfolgung bis hin zum Massenstart. Bjørgen kombinierte traditionelle Ausdauer mit modernen Trainingsmethoden; sie nutzte zum Beispiel Höhenzelte, um ihre Sauerstoffaufnahme zu optimieren. Ihre Dominanz ist ein Produkt aus Talent, Technik und einem nationalen System, das Wintersport fördert wie kaum ein anderes. Zudem hatte sie immer ein Lächeln auf den Lippen – eine Haltung, die zeigt, dass Freude am Sport und Erfolg nicht im Widerspruch stehen müssen.

Ole Einar Bjørndalen – der Biathlonkönig

Der „König des Biathlons“ Ole Einar Bjørndalen sammelte 13 Medaillen (8 Gold, 4 Silber, 1 Bronze) und ist damit der erfolgreichste Biathlet der Geschichte. Sein Geheimnis: eine perfekte Kombination aus präzisem Schießen und überragender Laufleistung. Bjørndalen schaffte es, bei wechselnden Windbedingungen nahezu fehlerfrei zu treffen, während er gleichzeitig mit Höchstgeschwindigkeit auf den Loipen unterwegs war. Er verkörpert die seltene Mischung aus Ruhe an der Schießlinie und Explosivität auf den Ski. Auch mit über 40 Jahren blieb er konkurrenzfähig – eine Inspiration für alle, die glauben, dass es ab einem gewissen Alter vorbei ist.

Bjørn Dæhlie – Pionier der 1990er Jahre

In den 1990er Jahren war Bjørn Dæhlie das Gesicht des Langlaufs. Der Norweger gewann 12 Medaillen, davon 8 Gold. Er dominierte vor allem die klassischen Distanzen und Staffeln. Dæhlie beendete seine Karriere nach den Spielen 1998, blieb aber dem Sport als Förderer erhalten. Seine Medaillenbilanz ist nicht nur das Ergebnis körperlicher Stärke; sie entstand auch durch eine taktische Raffinesse, die ihn zu einem Vorreiter im Massenstart machte. Fun Fact: Dæhlie ist inzwischen erfolgreicher Immobilienunternehmer – ein Beispiel dafür, dass Karrieren nach dem Sport vielfältig sein können.

Ireen Wüst – die schnellste Niederländerin

Eisschnellläuferin Ireen Wüst aus den Niederlanden holte 13 Medaillen, davon 6 Gold. Sie ist die erfolgreichste niederländische Olympionikin und die erfolgreichste Eisschnellläuferin überhaupt. Wüst startete bei fünf Winterspielen in Folge und gewann dabei Medaillen über Distanzen von 1 500 m bis 5 000 m sowie in der Teamverfolgung. Ihre Karriere steht für Beständigkeit und Anpassungsfähigkeit, da sie ihr Trainingsprogramm über Jahre immer wieder neu ausrichtete.

world-championships-allround-clagary-ireen-wust-mi

IMAGO / ANP / SCS Huub Snoep / Weltmeisterschaften im Mehrkampf in Calgary, Ireen Wust (orange, Ned) und Miho Takagi (JPN).

 

Skilanglauflegenden: Raisa Smetanina und Stefania Belmondo

Raisa Smetanina war die erste Frau, die bei Winterspielen 10 Medaillen gewann. Ihre Bilanz: 4 Gold, 5 Silber und 1 Bronze. Smetanina lief 1992 mit 39 Jahren noch zu Gold und zeigte, dass Erfahrung im Langlauf viel wert ist. Stefania Belmondo aus Italien erreichte ebenfalls 10 Medaillen (2 Gold, 3 Silber, 5 Bronze). Ihr dramatischer Sieg bei den Spielen 2002 – trotz gebrochenem Skistock – ist vielen in Erinnerung geblieben. Diese beiden Athletinnen zeigen, wie klein die Unterschiede im Langlauf sein können und wie stark mentale Stärke die letzten Kilometer beeinflusst.

Neue Stars: Johannes Høsflot Klæbo und Arianna Fontana

Die Zukunft des Wintersports schreiben Athleten wie Johannes Høsflot Klæbo. Der norwegische Skilangläufer gewann bei den Winterspielen 2026 gleich sechs Goldmedaillen und erhöhte seine Gesamtbilanz auf 13 Medaillen (11 Gold, 1 Silber, 1 Bronze). Klæbo ist bekannt für seine explosive Sprinttechnik und seine Fähigkeit, taktische Rennen zu lesen. Er trainiert mit innovativen Methoden, darunter Kraftübungen mit elastischen Bändern, um seine Schnellkraft zu verbessern. Seine Rekorde werden noch lange Bestand haben – doch er steht erst am Anfang seiner Karriere.

Short‑Track‑Spezialistin Arianna Fontana ist inzwischen Italiens erfolgreichste Olympionikin. Über zwei Jahrzehnte hinweg sammelte sie 14 Medaillen (3 Gold, 5 Silber, 6 Bronze). Fontana trat bereits mit 15 Jahren bei Olympia an und gewann ihre erste Medaille 2006. Ihre Langlebigkeit beweist, dass ständiges Anpassen des Trainings und der Technik entscheidend ist. Fontanas Erfolge motivieren vor allem junge Sportlerinnen, an langen Karrieren zu arbeiten.

Mehr Rekordjäger: Biathlon, Short Track und andere Disziplinen

Neben den bekannten Namen gibt es viele weitere Athleten, die in ihren Disziplinen Geschichte geschrieben haben:

  • Ole Einar Bjørndalen wurde bereits erwähnt, aber seine Geschichte ist so fesselnd, dass sie doppelt zählt. Er hält diverse Altersrekorde und bleibt ein Vorbild für Ausdauer und Präzision.

  • Speed‑Skating‑Ikonen wie Claudia Pechstein oder Eric Heiden (fünf Goldmedaillen 1980) zeigen, dass sich Disziplin und Beharrlichkeit auszahlen. Heiden war der erste Eisschnellläufer, der alle fünf Einzeldistanzen bei einem Event gewann – ein Rekord, der bis heute Bestand hat.

  • Biathletinnen wie Darya Domracheva oder Magdalena Neuner brachten den Sport auch bei weiblichen Athleten in den Fokus und sammelten jeweils mehrere Goldmedaillen. Ihre Geschichten zeigen, wie dynamisch sich Wintersportarten entwickeln.


Diese Aufzählung ließe sich noch erweitern – jede Sportart hat ihre Helden. Für eine umfassende Übersicht lohnt sich der Blick in die offiziellen Statistikseiten der IOC oder die Datenbanken von Sportverbänden.

Humor und Menschlichkeit: Warum Rekorde allein nicht alles sind

Bei all den Zahlen sollten wir nicht vergessen, dass hinter jeder Medaille ein Mensch steht. Sportlerinnen und Sportler sind keine Maschinen – sie haben gute und schlechte Tage, kämpfen mit Verletzungen oder privaten Problemen. Es gibt Momente, in denen selbst die größten Rekordjäger scheitern: Michael Phelps startete 2000 bei seiner ersten Olympiade ohne Medaille, und Usain Bolt stolperte 2011 aus dem Startblock bei der WM. Diese Geschichten machen die Helden greifbar. Humor hilft oft, mit Niederlagen umzugehen: Katie Ledecky scherzte nach einem verlorenen Rennen, sie müsse wohl mehr Spinat essen. Dieses Augenzwinkern verbindet Athleten mit dem Publikum – schließlich kennen wir alle Tage, an denen nichts läuft.

Als Leser oder Leserin können Sie diese menschliche Seite nutzen, um Ihre eigenen Herausforderungen zu relativieren. Vielleicht motiviert Sie der Gedanke, dass auch ein Rekordhalter einmal gescheitert ist. Oder Sie lachen gemeinsam mit Ryan Lochte über seine kreativen Haarschnitte. Sportgeschichten sind am Ende Geschichten über Menschen – und Humor ist ein wesentlicher Bestandteil davon.

Bilder sprechen Bände: Tipps für die visuelle Umsetzung

Wie eingangs erwähnt, sind Bilder die Brücke zwischen Fakten und Emotionen. Beim Schreiben über Olympioniken sollten Sie darauf achten, dass die gewählten Fotos die Atmosphäre eines Moments einfangen. Achten Sie auf folgende Punkte:

  • Bildqualität: Scharfe, kontrastreiche Fotos wirken professionell. Wählen Sie Bilder mit klaren Linien und lebendigen Farben.

  • Kontext: Ein Bild sollte den Kontext zeigen – etwa die Atmosphäre im Stadion oder die Reaktion der Sportler. Ein Foto von Paavo Nurmi, wie er fokussiert die Stoppuhr kontrolliert, erzählt mehr als ein stilles Porträt.

  • Authentizität: Vermeiden Sie generische Stockfotos. Greifen Sie auf Bilder von professionellen Fotografen zurück, die das echte Ereignis dokumentieren.

  • Dateigröße und Format: Komprimieren Sie Bilder, ohne Qualität zu verlieren, damit Ihre Webseite schnell lädt. Achten Sie auf korrekte Formate wie JPEG für Fotos und PNG für Grafiken.

  • Bildbeschreibungen und Dateinamen: Verwenden Sie klare, beschreibende Dateinamen und Alt‑Texte, die Schlüsselwörter enthalten. Ein Dateiname wie „phelps-23-gold-rio.jpg“ ist informativer als „IMG_1234.jpg“.

Bei der Auswahl und Lizenzierung unterstützen Sie unsere Spezialisten bei IMAGO – mehr dazu erfahren Sie im Leitfaden zum Lizensieren von Olympia-Fotos. Dort erklären wir nicht nur die verschiedenen Lizenzmodelle, sondern auch, wie Sie geeignete Motive finden und rechtliche Stolpersteine vermeiden.

Was wir von den erfolgreichsten Olympioniken lernen können

Am Ende dieses Rundgangs durch die Welt der most decorated Olympic athletes bleibt eine Erkenntnis: Hinter jeder Medaille stehen Jahre der Hingabe, des Trainings und des persönlichen Wachstums. Michael Phelps’ 28 Medaillen mögen unerreichbar erscheinen, doch die Geschichten von Larisa Latynina, Paavo Nurmi, Marit Bjørgen oder Johannes Høsflot Klæbo zeigen, dass Erfolg viele Gesichter hat. Manche dominieren über ein Jahrzehnt, andere feiern kurze, aber intensive Siege. Gemeinsam ist ihnen der unbedingte Wille, sich zu verbessern und an ihre Grenzen zu gehen.

Für uns als Zuschauende und Content‑Interessierte steckt in diesen Geschichten mehr als Staunen. Sie erinnern uns daran, dass große Ziele erreichbar sind, wenn man sich konsequent vorbereitet und aus Fehlern lernt. Nutzen Sie diese Erkenntnisse, um Ihre eigenen Projekte anzugehen – sei es beim Schreiben von Blogartikeln, beim Training für einen Marathon oder im Berufsleben. Und vergessen Sie nicht, ab und zu einen Blick auf die Hintergrundgeschichten zu werfen. Der menschliche Aspekt macht Sportgeschichten lebendig und vermittelt Werte wie Teamgeist, Respekt und Durchhaltevermögen.

Abschließender Tipp

Sollten Sie noch tiefer in bestimmte Sportarten eintauchen wollen, finden Sie auf unserem Blog zahlreiche thematische Artikel. Lesen Sie zum Beispiel unseren Beitrag über die größten Winter-Olympioniken aller Zeiten für weitere Rekordserien oder lassen Sie sich von den legendären Olympia-Momenten inspirieren. Wir wünschen Ihnen viel Spaß beim Stöbern – und vielleicht motivieren Sie die Geschichten, beim nächsten Sportereignis genauer hinzuschauen.

 

zu allen Artikeln
IMAGO Basketball

Lizenzierte Sportbilder – live, flexibel & sicher

Redaktionelle Sportbilder in Echtzeit aus allen großen Sportarten, darunter Fußball, Formel 1, Tennis und mehr – plus Zugang zu einem der größten Archive für redaktionelle Sportfotografie. Flexible Lizenzmodelle und schneller Support in Europa und weltweit.

Mehr erfahren

Weitere Artikel

Frauen, die die Welt veränderten: IMAGO-Kollektionen zu Sport, Geschichte, Kultur und Wissenschaft

Im März geht es darum, die Frauen zu feiern - ihre Errungenschaften, ihre Kämpfe und die Grenzen,...

Paris in den 20er Jahren: Kunst, Kultur und Wandel

Wenn es um die Geschichte der modernen Kunst und Intellektualität geht, haben nur wenige Städte so...

Unvergessliche Elfmeterschießen bei der UEFA EURO

Elfmeterschießen sind oft die dramatischsten Momente im Fußball, und bei der...