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Liam Lawson: Vom neuseeländischen Nachwuchstalent zum Formel‑1‑Piloten

Liam Lawson (*11. Februar 2002) hat sich innerhalb eines Jahrzehnts vom Kartfahrer in Neuseeland bis in die Formel 1 vorgearbeitet. Seine Laufbahn ist geprägt von frühen Titeln, schnellen Lernschritten und solider Konstanz in höheren Klassen. Seit seinem Debüt 2023 ist Lawson Teil des Formel‑1‑Fahrerfeldes und fährt nach Stationen als Ersatz‑ und Stammpilot aktuell für Racing Bulls, das Schwesterteam von Red Bull Racing. Für Redaktionen, Agenturen, Marken, Creator, NGOs und Bildung bietet dieses Porträt eine chronologisch geordnete Übersicht über Lawsons Weg, seine Leistungsspitzen sowie die Entwicklung bis einschließlich Saison 2025.

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IMAGO / Dreamstime / Bruce Jenkins/TGRNZ / Liam Lawson NZ, Liam Lawson, M2 Competition, Neuseeland, gewinnt den NZ Motor Cup in Runde 4 der Castrol Toyota Racing Series am 6. Februar 2020 in Neuseeland.

Frühe Jahre und Förderung

Lawson wurde in Hastings geboren und wuchs in Pukekohe unweit einer Traditionsrennstrecke auf. Bereits mit sechs Jahren begann er im Kartsport und fiel früh durch präzises Rennverständnis und Konstanz auf. Mentor Ken Smith, dreifacher Sieger des Neuseeland‑Grand‑Prix, förderte ihn maßgeblich. Die Familie investierte umfassend in die Karriere des Sohnes, wodurch frühe Aufstiege in höhere Klassen möglich wurden.

Erste Titel: Neuseeland, Australien, Deutschland

2015 wechselte Lawson aus dem Kart in den Formelsport. Den Durchbruch in der Heimat markierte die neuseeländische Formula‑Ford‑Meisterschaft 2016/17, die er im Alter von 15 Jahren als jüngster Champion gewann. 2017 folgte der Schritt in die australische Formel 4 mit fünf Siegen und dem Vizetitel. 2018 setzte Lawson seine Entwicklung in der ADAC Formel 4 mit Van Amersfoort Racing fort, holte drei Siege sowie drei Pole‑Positions und schloss erneut als Gesamtzweiter ab.

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IMAGO / Depositphotos / 24 Stunden von Le Mans, Runde für den Sieger Toyota TS050 Hybrid, Gazoo Racing Team, 24 Stunden von Le Mans - Frankreich.

Internationaler Durchbruch: Toyota Racing Series und Euroformula Open

Zu Jahresbeginn 2019 gewann Lawson die prestigeträchtige Toyota Racing Series mit M2 Competition. Parallel stieg er nach der Absage der Formula European Masters mit Motopark in die Euroformula Open ein, feierte Doppelsiege zum Auftakt und insgesamt vier Rennsiege. Am Saisonende stand Platz zwei in der Gesamtwertung sowie der inoffizielle Rookie‑Titel. Im gleichen Jahr wurde Lawson in das Red Bull Junior Team aufgenommen, was die Weichen für den nächsten Karriereschritt stellte.

FIA Formel‑3‑Lehrjahre mit klarer Progression

2019 debütierte Lawson in der neu strukturierten FIA‑Formel‑3‑Meisterschaft mit MP Motorsport und sammelte erste Podestplätze. 2020 folgte der Wechsel zu Hitech Grand Prix: Drei Siege und insgesamt sechs Podien bedeuteten Rang fünf in einem breiten und leistungsdichten Feld. Die Entwicklung vom Neuling zum etablierten Rennsieger war damit sichtbar vollzogen.

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IMAGO / imagebroker / Mechaniker arbeiten in Box, Boxengasse am DTM-Rennwagen, Deutsche Torenwagen-Masters, vom Neuseeländer Rennfahrer Liam Lawson, Red Bull AF Corse Ferrari 488 GT3 Evo 2020, Norisring, Stadtkurs, temporäre Auto-Rennstrecke, Dutzendteich, ehemaliges Reichsparteitagsgelände der NSDAP, Nürnberg, Mittelfranken, Franken, Bayern, Deutschland, Europa.

Formel 2 und DTM: Reifeprüfung im Doppelprogramm

Zur Saison 2021 stieg Lawson in die Formel 2 auf und gewann bereits in seinem Rookie‑Jahr ein Rennen. 2022 wechselte er zu Carlin (Rodin Carlin), siegte viermal, stand insgesamt zehnmal auf dem Podium und beendete die Meisterschaft als Gesamtdritter. Parallel startete Lawson 2021 in der DTM mit Red Bull AF Corse im Ferrari, gewann Rennen und wurde nach einem umkämpften Finale Vizemeister. Das Doppelprogramm unterstrich seine Anpassungsfähigkeit an unterschiedliche Fahrzeugkonzepte.

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IMAGO / Aswendt / DTM Lauf 2 - Lausitzring: Qualifying der DTM. Im Vordergrund Liam Lawson (NZL) Ferrari Red Bull AF Corse DTM Lauf 2 - Lausitzring vom 23.-25.7.2021.

Super Formula 2023: Debüt mit Titelkampf

Mangels direkter F1‑Beförderung erhielt Lawson 2023 den Einsatz in der japanischen Super Formula mit Team Mugen. Er gewann sein Debüt in Fuji und blieb über die Saison im Titelrennen. Am Ende stand der Vizetitel – ein weiterer Beleg für seine schnelle Integration in neue Serien und Bedingungen.

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IMAGO / HochZwei / 40 Liam Lawson (NZL, Scuderia AlphaTauri), Formel-1-Grand-Prix von Singapur auf dem Marina Bay Street Circuit am 17. September 2023 in Singapur, Singapur.

Formel 1: Reserve‑Rolle, Debüt 2023 und der Schritt ins Stammcockpit

Seit 2022 stand Lawson als Test‑ und Ersatzfahrer für die beiden Red‑Bull‑Teams bereit. Beim Großen Preis der Niederlande 2023 gab er nach einer Verletzung von Daniel Ricciardo sein Formel‑1‑Debüt. Fünf Einsätze für das damalige AlphaTauri folgten, darunter ein starker Auftritt in Singapur mit Q3‑Teilnahme und Rang neun im Rennen. 2024 blieb Lawson zunächst Ersatzpilot; im weiteren Saisonverlauf erhielt er die Chance auf ein Stammcockpit und sammelte zusätzliche Rennkilometer im Schwesterteam.

Saison 2025: Rückschlag, Konstanz und Bestwert

Zu Beginn des Jahres 2025 startete Lawson im Red‑Bull‑Werksteam, tat sich jedoch in den ersten beiden Grands Prix schwer und kehrte anschließend zu Racing Bulls zurück. Dort stabilisierte er seine Leistungen, punktete mehrfach und trug wesentlich zur Teamwertung bei. Ein Höhepunkt war Baku: Startplatz drei in einem unübersichtlichen Qualifying, solide Pace im Rennen und am Ende Platz fünf – das bis dahin beste Formel‑1‑Ergebnis seiner Karriere. Über die Saison sammelte Lawson 38 Punkte, verzeichnete sieben Top‑10‑Resultate und schloss die Fahrerwertung auf Rang 14 ab.

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IMAGO / HochZwei / Sara Ruffoni / LIAM LAWSON (NZL, Visa Cash App Racing Bulls F1 Team) beim Formel-1-Post-Season-Test in Abu Dhabi 2025 auf dem Yas Marina Circuit in Abu Dhabi, Vereinigte Arabische Emirate.

Ausblick in Lawsons Zukunft

Lawson hat in nahezu jeder Stufe seiner Laufbahn Siege oder Podestplätze erzielt und mit 2025 seine bisher reifste F1‑Saison absolviert. Sein Vertrag im Red‑Bull‑Umfeld läuft mindestens bis Ende 2026; für Racing Bulls bietet sich die Perspektive, ihn als Teamleader weiter zu entwickeln. Im Paddock gilt er als fokussiert und anpassungsfähig – Eigenschaften, die in einem engen Mittelfeld entscheidend sind. Setzt er seine Lernkurve fort, bleibt mittelfristig der erneute Schritt in ein Spitzenteam eine realistische Option.

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