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Die größten Fußballer aller Zeiten: von Pelé bis Messi

Geschrieben von IMAGO | 17.02.2026 01:29:50

Schon die Formulierung „die größten Fußballer aller Zeiten“ ist eine Einladung zur Debatte: Im Fußball gibt es keinen objektiven Endpunkt, an dem eine Rangliste endgültig „stimmt“. Zu unterschiedlich sind Epochen, Regeln, Spielstile, Trainingsbedingungen und die globale Reichweite des Sports. Trotzdem lässt sich das Thema journalistisch greifbar machen, wenn man es als Vergleich von Wirkung, Qualität und Kontext versteht – und nicht als endgültiges Urteil. In dieser Perspektive reichen die relevanten Linien von Pelé, der Fußball als Weltbühne prägte, bis zu Lionel Messi, dessen Karriere in einer hoch vermessenen und medial verdichteten Gegenwart stattfand. Für Redaktionen, Agenturen, Marken, Creator, NGOs und Bildungseinrichtungen ist diese Geschichte zugleich Sport- und Zeitgeschichte – und oft auch Bildgeschichte, weil ikonische Momente zu wiederkehrenden Motiven in Medien werden.

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IMAGO / United Archives / Pele, eigentlich Edson Arantes do Nascimento, gilt als der größte Weltfußball-Spieler des 20. Jahrhunderts und wurde in 78 Länderspielen eingesetzt.

Der Begriff der Größe im Fußball: Kriterien, Vergleiche, Grenzen

Wenn über „Größe“ gesprochen wird, schwingen meist mehrere Kriterien mit, die nicht immer sauber voneinander getrennt werden. Das führt schnell zu Scheindebatten – etwa wenn reine Torzahlen gegen Spielgestaltung oder Titel gegen individuelle Dominanz ausgespielt werden. Deshalb ist es sinnvoll, zuerst zu klären, welche Messlatten typischerweise genutzt werden und wo ihre Grenzen liegen.

Typische Kriterien in der Allzeit-Diskussion sind:

  • Individuelle Qualität: Technik, Entscheidungsfindung, Kreativität, Athletik, Konstanz.

  • Einfluss auf Spiele: Fähigkeit, Partien auf höchstem Niveau zu entscheiden.

  • Titel und Auszeichnungen: Weltmeisterschaft, kontinentale Turniere, Vereinswettbewerbe sowie Individualpreise wie der Ballon d’Or.

  • Prägung einer Epoche: Stilbildende Wirkung, neue Rolleninterpretationen, Vorbildfunktion.

  • Langlebigkeit und Anpassungsfähigkeit: Leistung über viele Jahre trotz taktischer und körperlicher Entwicklungen.

Diese Kriterien erklären, warum Ranglisten je nach Gewichtung stark variieren – und warum eine seriöse Betrachtung weniger „Top 10“ behauptet, sondern Epochen, Rollen und Wettbewerbsniveaus miteinander in Beziehung setzt.


IMAGO / Latein Sport Bilder / Camila Ortega / Lionel Messi von Inter Miami begrüßt die Fans während des Aufwärmens vor einem Freundschaftsspiel zwischen Atletico Nacional und Inter Miami im Estadio Atanasio Girardot am 31. Januar 2026 in Medellin, Kolumbien.

Wie sich die Vergleichsbedingungen über Jahrzehnte verschoben haben

Wer Pelé mit Messi vergleichen will, vergleicht nicht nur Spieler, sondern auch zwei unterschiedliche Fußbälle. Das betrifft nicht nur Trainingswissenschaft und Regenerationsmanagement, sondern auch Regeln, Spieltempo, Verteidigungsverhalten, Platzqualität und globale Wettbewerbsdichte. Moderne Topligen sind stärker standardisiert, internationaler und finanziell aufgeladen; gleichzeitig sind Gegner taktisch besser organisiert und Spiele intensiver.

Auch Auszeichnungen und öffentliche Wahrnehmung haben sich verändert. Der Ballon d’Or etwa begann 1956 als Preis mit europäischer Begrenzung und wurde später schrittweise global geöffnet; Phasen gemeinsamer Vergabeformate mit FIFA-Wahlen oder geänderter Stimmberechtigung haben die Vergleichbarkeit zusätzlich beeinflusst.
Die Folge: Selbst dort, wo es Zahlen gibt, muss man immer fragen, was genau gemessen wurde – und unter welchen Rahmenbedingungen.

Vor Pelé: Di Stéfano, Puskás und die frühe Moderne

IMAGO / Schirner Sportfoto / Alfredo di Stefano, Ferenc Puskas und Francisco Gento in den 1960er Jahren

Obwohl die Überschrift von Pelé bis Messi reicht, beginnt die „moderne“ Allzeit-Debatte faktisch früher – in einer Zeit, als internationale Klubwettbewerbe und neue Medien den Sport bereits über nationale Grenzen hinaustrugen. Alfredo Di Stéfano steht dabei sinnbildlich für die frühe Dominanz europäischer Spitzenklubs; Ferenc Puskás wiederum für ein Verständnis von Angriffsspiel, das bis heute nachwirkt.

In der Erinnerungskultur tauchen diese Namen häufig als Referenzpunkte auf: nicht nur wegen Titeln, sondern weil sie in einer Übergangszeit spielten – zwischen weniger standardisierten Ligen und einer zunehmenden Internationalisierung. Der Blick auf diese Phase macht verständlich, warum Pelé später als Zäsur wahrgenommen wurde: Er traf auf eine Welt, die bereit war, Fußball global zu konsumieren.

Pelé: Weltmeisterschaften als globale Bühne

Pelé ist in der Allzeit-Erzählung weniger „ein weiterer Star“ als ein Spieler, der die Weltmeisterschaft als Leitbühne einer Fußball-Ära mitprägte. Er gewann mit Brasilien drei WM-Titel (1958, 1962, 1970) – bis heute ein Alleinstellungsmerkmal im Herrenfußball. Besonders die 1970er Mannschaft gilt als ikonisch, weil sie individuelle Klasse mit Teamspiel verband und das Turnier weltweit massenmedial präsent war.

Gleichzeitig zeigt Pelé, wie schwierig historische Statistiken sind. Bei seinen Torzahlen existieren unterschiedliche Zählweisen, weil teils Freundschafts- und Tourneespiele einbezogen werden. Seriöse Einordnungen betonen daher, dass die Größe Pelés nicht an einer einzigen Zahl hängt, sondern an Kombinationen aus Wirkung, Titeln und Symbolkraft – und dass selbst die Torzählung Gegenstand dokumentierter Debatten ist.

Damit setzt Pelé einen Maßstab, der in späteren Generationen immer wieder auftaucht: Wer als „größter“ gelten will, muss nicht nur dominieren, sondern im besten Fall auch eine Epoche definieren.

Original: IMAGO / WEREK / Pelé jubelt bei der Fußball WM 1970 im Estadio Azteca in Mexico-City

Die 1970er: Spielideen werden Weltanschauungen

Nach Pelé verschiebt sich die Debatte stark in Richtung Taktik und Rollenverständnis. In den 1970ern wird Fußball für viele Beobachter zu einer Art „Systemkunst“, in der nicht nur individuelle Genialität zählt, sondern auch die Fähigkeit, Räume zu interpretieren und Positionen neu zu denken. Genau in dieser Konstellation werden zwei Namen fast zwangsläufig genannt: Johan Cruyff und Franz Beckenbauer.

Cruyff steht für ein Spielverständnis, das sich über Vereins- und Nationalmannschaftsebene ausbreitete und später in Trainerschulen und Klubidentitäten weiterlebte. Seine individuelle Anerkennung spiegelt sich auch in der Auszeichnungsgeschichte: Er gewann den Ballon d’Or dreimal (1971, 1973, 1974). Bei ihm geht es im „Allzeit“-Diskurs oft weniger um eine Trophäensammlung als um Einfluss auf Spielkultur.

Beckenbauer wiederum steht für die Idee des Liberos als spielmachender Abwehrspieler – eine Rolleninterpretation, die auf höchstem Niveau sichtbar wurde. Er gewann den Ballon d’Or zweimal (1972, 1976). Und er ist ein Beispiel dafür, wie „Größe“ im Fußball auch über mehrere Ebenen wahrgenommen wird: als Spieler, Kapitän, später auch als Trainer – was die öffentliche Wahrnehmung zusätzlich prägt.

Diese 1970er-Zäsur ist wichtig für den roten Faden: Von nun an wird „der größte Spieler“ nicht nur als Torjäger verstanden, sondern auch als Architekt des Spiels.

IMAGO / Sven Simon / Gedenken an den verstorbenen Franz Beckenbauer bei der Jahreshauptversammlung 2024 des FC Bayern Muenchen e.V. am 08.12.2024 in der Rudi Sedlmayer Halle.

Die 1980er: Maradona und die Verdichtung des Mythos

In den 1980ern rückt ein anderer Aspekt in den Vordergrund: der einzelne Spieler als Erzähler einer gesamten Turniergeschichte. Kaum ein Beispiel ist so stark wie Diego Maradona 1986. Dass er bei der WM 1986 als bester Spieler ausgezeichnet wurde (Golden Ball), ist offiziell dokumentiert.

Noch wirkmächtiger als die Auszeichnung ist die Bild- und Erinnerungsgeschichte: Maradonas berühmter Sololauf gegen England wird von FIFA-Kontexten als „Goal of the Century“ gerahmt und in Rückblick-Formaten immer wieder aufgegriffen. Dadurch wird verständlich, warum Maradona in vielen Allzeit-Listen selbst dort sehr hoch steht, wo seine Klubtitel im Vergleich zu anderen Legenden weniger dominieren: Er steht für das Maximum an Turnierdramaturgie, verdichtet in wenigen Spielen.

Parallel zeigt diese Ära aber auch, dass „Größe“ im Fußball oft mit Brüchen lebt: Verletzungen, Kontroversen, politische Kontexte, Medienlogik. Gerade bei Maradona ist die historische Betrachtung selten „rein sportlich“. Das macht ihn als Fallstudie so zentral – weil er verdeutlicht, dass Fußball-Ikonen nicht nur Leistungen liefern, sondern Kulturfiguren werden.



IMAGO / WEREK / Diego MARADONA mit dem WM-Pokal beim Finale in Mexiko 1986

Ein Preis, viele Maßstäbe: Der Ballon d’Or im historischen Kontext

Spätestens ab den 1990ern wird der Ballon d’Or für viele Debatten ein Fixpunkt, obwohl er nie alle Fragen löst. Seine Geschichte zeigt, warum: Der Preis wird seit 1956 von France Football vergeben, aber die Regeln und die Stimmberechtigung haben sich über die Jahrzehnte verändert.
Wesentliche Stationen sind: erst europäische Begrenzung, dann Öffnung auf nicht-europäische Spieler in europäischen Klubs, später globale Wahl.

Für Allzeit-Vergleiche heißt das zweierlei. Erstens: Der Ballon d’Or bildet häufig die öffentliche Wahrnehmung ab, ist aber nicht identisch mit „objektiver Leistung“. Zweitens: Er zeigt, welche Spieler über Jahre als entscheidend und stilbildend wahrgenommen wurden. Das macht ihn als Orientierung nützlich – solange man die historischen Rahmenbedingungen mitdenkt.

Die 1990er bis frühen 2000er: Zidane und Ronaldo als Turnier-Spieler

Wenn Pelé und Maradona für WM-Erzählungen stehen, dann sind die 1990er und frühen 2000er eine Phase, in der internationale Turniere und Klubfußball gemeinsam die Ikonen definieren. Zinedine Zidane ist dafür ein Musterbeispiel: Ballon d’Or-Sieger 1998, dazu zentrale Rollen in Frankreichs Titeljahren rund um Welt- und Europameisterschaft. In der Allzeit-Debatte wird Zidane häufig als Spieler beschrieben, der Spiele nicht nur durch Tore, sondern durch Rhythmus, Ballkontrolle und Entscheidungsqualität beherrschte.

Ronaldo (Ronaldo Nazário) steht hingegen für eine andere Art von Dominanz: Explosivität, Abschlussstärke und die Fähigkeit, Defensivstrukturen in Sekunden zu sprengen. Er gewann den Ballon d’Or zweimal (1997, 2002) und wurde 2002 zudem als WM-Torschützenkönig geführt; zugleich ist seine Karriere eng mit schweren Verletzungen verbunden, was die Diskussion über „verpasste Peak-Jahre“ bis heute nährt.

Diese Phase verbindet die vorherigen Kapitel: Wie bei Maradona spielen Turnier-Momente eine Rolle, wie bei Cruyff und Beckenbauer aber auch die Frage, welche Spielidee ein Spieler verkörpert.

Messi und Cristiano Ronaldo: Die Ära der Rekorde – und der Daten

Mit Lionel Messi und Cristiano Ronaldo erreicht die Allzeit-Debatte eine neue Stufe, weil sie in eine Zeit fällt, in der fast alles in Echtzeit gezählt, geschnitten und bewertet wird: Tore nach Zonen, Chancenqualität, Laufwege, Pressingaktionen – und gleichzeitig Social-Media-Reichweite, globale Vermarktung und ständige Vergleichsformate.

Der Ballon d’Or als Langzeit-Indikator dieser Epoche

Messi ist Rekordgewinner des Ballon d’Or mit insgesamt acht Auszeichnungen; Ronaldo folgt mit fünf. Die Details sind historisch relevant, weil sie auch die Phase der gemeinsamen FIFA-France-Football-Auszeichnung berühren: In Messis und Ronaldos Listen tauchen sowohl Ballon d’Or (France Football) als auch FIFA Ballon d’Or auf, was die institutionelle Entwicklung der Preise widerspiegelt.

Der entscheidende Punkt für Allzeit-Vergleiche ist weniger „wer hat mehr“, sondern: Beide dominieren eine Periode so lange, dass die Debatte erstmals über mehr als ein Jahrzehnt hinweg im Modus eines Dauer-Duells geführt wurde.

IMAGO / Nicolo Campo / Cristiano Ronaldo (L) von Juventus FC wird von Lionel Messi von FC Barcelona während des UEFA Champions League Gruppenspiels zwischen FC Barcelona und Juventus herausgefordert.

Nationalmannschaft: das lange fehlende Puzzleteil – und seine spätere Lösung

Ein klassisches Argument in der Messi-Debatte war lange, dass ihm ein Weltmeistertitel fehlte. Dieser Punkt hat sich mit Argentiniens WM-Sieg 2022 verändert, und FIFA führt Messi zudem als Golden-Ball-Gewinner dieses Turniers. Darüber hinaus betont FIFA, dass Messi als einziger Spieler den Golden Ball bei zwei Weltmeisterschaften gewann – ein Detail, das seinen Rang in Turniervergleichen stärkt.

Ronaldo wiederum wird im Nationalteam-Kontext oft über Langlebigkeit und Torrekorde verhandelt. UEFA führt ihn als Rekordtorschützen im Männer-Länderspielfußball (international goals) mit einer laufend fortschreibbaren Bestmarke. Das ist keine „Allzeit“-Antwort, aber ein Hinweis auf eine Karriere, die auch jenseits des Klubfußballs in Zahlen und Symbolen verankert ist.

Späte Karrierephasen und Vereinsstationen

Ein weiterer Unterschied zu früheren Generationen ist, dass die Karrieren von Messi und Ronaldo sichtbar in neue Märkte und Ligen auslaufen – begleitet von globaler Aufmerksamkeit. Messi wird offiziell als Spieler von Inter Miami CF geführt, was auch zeigt, wie sehr sich die „Bühnen“ des Spitzenfußballs erweitert haben. Bei Ronaldo ist die späte Karrierephase ebenfalls eng mit einem Marktwechsel verbunden; entsprechende Profile und Titelübersichten werden fortlaufend aktualisiert.

Damit schließt sich der thematische Kreis zu Pelé: Auch Pelé war früh eine Figur, die Fußball über Kontinente hinweg sichtbar machte – nur geschah dies in einer anderen Medienwelt und mit anderen Wettbewerbsstrukturen.

Was Allzeit-Vergleiche oft übersehen: Rollen, Regeln, Risiken

Je näher man den großen Namen kommt, desto lauter wird die Versuchung, alles auf „Tore“ oder „Titel“ zu reduzieren. Doch ein seriöser Rundumschlag muss auch die strukturellen Faktoren benennen, die jede Generation unterschiedlich treffen.

Drei häufig übersehene Vergleichsfallen sind:

  • Regel- und Schiedsrichterkultur: Härte in Zweikämpfen und Schutz für Offensivspieler haben sich verändert.

  • Taktische Dichte: Moderne Defensiven verteidigen Räume anders; ältere Epochen boten andere Freiheiten – und andere Härten.

  • Wettbewerbsarchitektur: Klubwettbewerbe, Spielkalender und internationale Turnierformate sind über Jahrzehnte gewachsen.

Das erklärt, warum manche Spieler als „ästhetisch“ überragend gelten, andere als „effektiv“, und wieder andere als „prägekräftig“. Es erklärt auch, warum die Diskussion nie endet: Sie ist weniger ein Rechenproblem als ein Interpretationsproblem.

Frauenfußball: eigene Maßstäbe, eigene Legenden

Ein thematischer Rundumschlag bleibt unvollständig, wenn er den Frauenfußball nur als Randnotiz behandelt. Denn auch hier gibt es Karrieren, die über Jahrzehnte Standards setzten – mit eigenen Wettbewerben, eigener Mediengeschichte und teils anderen Entwicklungsbedingungen.

Marta ist ein zentraler Referenzpunkt, weil FIFA sie als Spielerin auszeichnete, die sechsmal zur besten der Welt gewählt wurde (2006–2010 und 2018) und ihre Bedeutung über Generationen hinweg betont. Gerade im Vergleich zu Allzeit-Debatten im Männerfußball zeigt Marta, wie stark individuelle Dominanz auch dann sichtbar wird, wenn die globale Infrastruktur des Sports anders verteilt ist.

Für die Logik dieses Artikels ist das konsequent: Wenn „Größe“ ein Mix aus Qualität, Einfluss und Kontext ist, dann muss die Allzeit-Perspektive anerkennen, dass es mehrere historische Linien gibt – und dass der Blick auf Pelé bis Messi nur eine davon ist.

IMAGO / ZUMA Press Wire / Marta (10) von Orlando Pride kontrolliert den Ball während des NWSL-Regular-Season-Spiels gegen Gotham FC im Sports Illustrated Stadium in Harrison, New Jersey, am 23. März 2025.

Bilder, Rechte und Vermarktung: Wenn Legenden zu Motiven werden

Wer über die größten Namen schreibt, arbeitet fast automatisch mit Bildern: Jubel, Pokale, ikonische Spielszenen. Für Medienhäuser, Agenturen, Marken, Creator, NGOs und Bildungseinrichtungen ist dabei entscheidend, dass Bildnutzung rechtlich sauber bleibt. Eine Lizenz überträgt Nutzungsrechte – nicht das Eigentum; das Urheberrecht verbleibt grundsätzlich beim Creator oder der vertretenden Agentur.

IMAGO arbeitet als internationale Bild- und Content-Plattform mit einem weltweiten Netzwerk aus Partnerfotografen, Agenturen und Archiven und bietet dafür klare Lizenzmodelle: Rights Managed (RM) sowie Royalty Free Classic und Royalty Free Premium – jeweils mit definiertem Nutzungsumfang nach Medium, Zeitraum, Territorium und Zweck. Kommerzielle Nutzung – etwa Werbung, Sponsoring, Packaging oder Merchandising – kann zusätzlich Model Releases und gegebenenfalls Property Releases erfordern, wenn Personen oder geschützte/identifizierbare Objekte im Fokus stehen. Dabei gilt als Grundsatz: Ohne passende Releases ist Material in vielen Fällen nur redaktionell nutzbar.

„Bilder sind für redaktionelle Nutzung lizenziert; kommerzielle Verwendung erfordert eine entsprechende Lizenz (nicht exklusiv).“

Von Pelé bis Messi – und warum die Debatte trotzdem offen bleibt

Pelé steht in der Allzeit-Erzählung für die WM als globale Bühne und für eine frühe Form weltweiter Fußballöffentlichkeit. Cruyff und Beckenbauer markieren die Phase, in der Spielideen und Rollenmodelle die Diskussion mitbestimmen. Maradona zeigt, wie ein Turnier zur Mythologie werden kann – offiziell anerkannt und bis heute visuell und erzählerisch wiederholt. Zidane und Ronaldo stehen für eine Ära, in der Turniere und Klubfußball gemeinsam Legenden formen, bevor Messi und Cristiano Ronaldo die Diskussion in eine datengetriebene Gegenwart überführen.

Am Ende bleibt „der größte Fußballer“ eine begründete Perspektive, keine endgültige Wahrheit. Genau deshalb lohnt der Blick über Jahrzehnte: Er macht sichtbar, wie sehr Fußball sich verändert hat – und wie unterschiedlich Größe aussehen kann, ohne beliebig zu werden.