Die Fußball-Weltmeisterschaft ist nicht nur ein Turnierkalender, sondern ein globales Erinnerungsarchiv. Bestimmte Szenen – Jubel, Entsetzen, Kontroversen, Erlösung – sind so präsent, weil sie als Bilder um die Welt gingen und immer wieder zitiert wurden.
Für Medien, Agenturen, Marken, Creator, NGOs und Bildungseinrichtungen sind diese Motive bis heute relevant: als Illustration in der Berichterstattung, als historischer Rückblick, als Unterrichtsmaterial oder als Teil dokumentarischer Formate. IMAGO arbeitet dafür mit einem weltweiten Netzwerk aus Partnerfotografen, Agenturen und Archiven und bündelt Bild- und Videocontent für professionelle Nutzungen.
Der Anspruch dieses Beitrags ist ein thematischer Rundumschlag: erst eine Auswahl der zehn legendären WM-Momente, danach vier übergreifende Themenlinien, an denen sichtbar wird, warum bestimmte Aufnahmen zu ikonischen Bildern wurden – und welche Motive sich dafür in der Praxis besonders eignen.
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Ein WM-Moment wird „legendär“, wenn er sportlich bedeutsam ist und zugleich eine klare, erzählbare Szene bietet: ein entscheidender Treffer, ein zweifelhafter Pfiff, eine Trophäenübergabe, ein Blick in die Tribüne. Genau diese Kombination macht aus Sportereignissen visuelle Zeitgeschichte.
Bilder übernehmen dabei eine doppelte Funktion. Sie dokumentieren Fakten (wer, wann, wo) und transportieren Kontext (Stimmung, Symbolik, gesellschaftliche Deutung). Das erklärt, warum dieselben Fotos bei Jubiläen, Rekordmeldungen oder Turniervergleichen regelmäßig wieder auftauchen.
Gleichzeitig gilt im Umgang mit WM-Bildmaterial: Eine Lizenz regelt Nutzungsrechte, nicht Eigentum. Das Urheberrecht verbleibt bei Fotografen bzw. Agenturen; zusätzlich können Persönlichkeits-, Marken- oder Verbandsrechte relevant werden – besonders außerhalb rein redaktioneller Kontexte.
1950 – „Maracanazo“ (Brasilien vs. Uruguay 1:2): Die entscheidende Niederlage Brasiliens im Maracanã gilt als frühes Urbild des WM-Schocks – mit Bildern, die zwischen Massenkulisse und plötzlicher Stille erzählen.
1954 – „Wunder von Bern“ (BR Deutschland vs. Ungarn 3:2): Der Finalumschwung gegen das favorisierte Ungarn wurde sportlich wie gesellschaftlich intensiv erinnert; ikonisch sind Trophäen- und Jubelszenen aus Bern.
1958 – Pelés Durchbruch (Brasilien vs. Schweden 5:2): Mit 17 Jahren und 249 Tagen wurde Pelé der jüngste WM-Sieger; Fotos aus Solna verbinden Jugend, Titelpremiere und neuen Superstar-Status.
1966 – Wembley-Finale und „Wembley-Tor“ (England vs. BR Deutschland 4:2 n.V.): Ein Finale, das für einen umstrittenen Treffer und Geoff Hursts Hattrick steht – und für die ikonische Trophäenübergabe an Bobby Moore.
1970 – Brasilien als Bild einer Mannschaft (Brasilien vs. Italien 4:1): Das Finale im Azteca ist eng mit Teamspiel, Pelés Kopfball und dem berühmten Abschluss von Carlos Alberto verbunden – Bilder, die bis heute als Referenz dienen.
1986 – Maradona gegen England (2:1): „Hand of God“ und „Goal of the Century“ fielen im selben Viertelfinale; die Szene des Handtreffers gehört zu den meistzitierten Sportfotos überhaupt.
1998 – Frankreichs erster Titel zuhause (Finale 3:0 vs. Brasilien): Zidane (zwei Kopfballtore) und der Jubel im Stade de France sind zentrale Bildmotive eines Heimturniersiegs.
2010 – Spaniens erster WM-Titel (Finale 1:0 n.V. vs. Niederlande): Iniesta trifft in der Verlängerung – ein Moment, der in Fotos vor allem über Jubelgesten und Symbolik erzählt wird.
2014 – Deutschlands Weg zum Titel (7:1 gegen Brasilien; Finale 1:0 n.V. gegen Argentinien): Das Halbfinale („Mineiraço“) und Götzes Finaltor bilden eine seltene Doppel-Ikonografie: Rekordspiel und Endspiel-Erlösung.
2022 – Finale Argentinien vs. Frankreich (3:3; 4:2 i.E.): Ein Endspiel mit Messis Doppelpack, Mbappés Hattrick und Entscheidung im Elfmeterschießen – Bilder reichen von Spielszenen bis zur Pokalzeremonie.
Diese zehn Momente wirken zunächst wie Einzelereignisse. In der Rückschau lassen sie sich jedoch in vier wiederkehrende Themen ordnen: Schock und Neubeginn, die Geburt von Ikonen, Regel- und Deutungsfragen – und schließlich die moderne WM als globales Medienereignis.
Der „Maracanazo“ von 1950 steht bis heute für die WM als Ort, an dem Favoritenrollen kippen können. Schon die Kulisse im Maracanã wird zum Teil der Erzählung: Das Stadion als Bühne eines Ergebnisses, das sich gegen Erwartung und Heimvorteil durchsetzt.
Vier Jahre später folgt ein anderes Grundmotiv: das Comeback im Finale. 1954 gewinnt BR Deutschland gegen das stark eingeschätzte Ungarn 3:2 in Bern; in der Bildsprache ist das weniger ein einzelner Augenblick als eine Sequenz aus Wetter, Zweikampf, Trophäe und späterer Erinnerungspolitik.
Maracanazo 1950 – WM-Finale/Endspielcharakter, Uruguay vs. Brasilien.
Für die Illustration eignen sich Motive mit Tribünenkulisse oder Szenen rund um Uruguays Spieler. Beispielhafte IMAGO-Auswahlseiten zum Thema sind verfügbar.
IMAGO / ZUMA Press Wire / FIFA WM 1950 Finale in Rio de Janeiro, Brasilien vs. Uruguay, Tor für Uruguay.
„Wunder von Bern“ 1954 – Puskás/Walter und Pokalmoment.
Ikonisch sind Aufnahmen der Kapitäne und der Übergabe-/Jubelszenen aus dem Wankdorfstadion.
IMAGO / Schirner Sportfoto / Fussballweltmeisterschaft in der Schweiz, Finale Deutschland - Ungarn 3:2 (2:2) U.B.z. Ottmar Walter (links GER) köpft und Lantos (rechts HUN) kommt zu spät.
In beiden Fällen zeigt sich ein Muster, das bis heute gilt: Der „legendäre“ Status entsteht nicht nur aus dem Ergebnis, sondern aus dem Kontrast zwischen Erwartung und Realität. Genau dieser Kontrast ist fotografisch dankbar – weil er sich in Gesichtern, Körperhaltung und Tribünenreaktionen ausdrücken lässt.
Wenn die frühen Turniere vor allem über nationale Dramen erzählt werden, verschiebt sich die Bildlogik Ende der 1950er Jahre hin zu Personalisierung. Pelé wird 1958 mit 17 Jahren und 249 Tagen zum jüngsten WM-Sieger; Fotos zeigen nicht nur einen Spieler, sondern ein neues Zentrum der Aufmerksamkeit.
1970 wird die Ikonenbildung erweitert: Nicht nur der Star, sondern eine gesamte Mannschaft wird zum Bild. Das Finale Brasilien–Italien (4:1) im Azteca liefert dafür klassische Motive – vom Kopfball Pelés bis zum Trophäenheben durch Carlos Alberto.
Pelé 1958 – Jubel nach dem Finale in Solna/Stockholm-Umfeld. Archivmotive bündeln die Erzählung „junger Weltmeister“ in einer einzigen Szene.
IMAGO / Horstmüller / Fussball Weltmeisterschaft 1970, Finale, Brasilien-Italien (4:1), Carlos Alberto (Bras.) praesentiert den Pokal.
Der Übergang ist entscheidend: Aus nationalen Wendepunkten wird ein WM-Narrativ, das stark über Gesichter und Gesten erinnert wird. Das prägt bis heute, wie Redaktionen Fotostrecken strukturieren – oft entlang von Spielern als „Kapitelüberschriften“ der Turniergeschichte.
Legendäre Momente sind nicht selten auch Regel- und Deutungsfragen. Das Finale 1966 ist dafür ein Dauerbeispiel: England gewinnt 4:2 nach Verlängerung, und ein Treffer in der 101. Minute („Wembley-Tor“) wird bis heute als strittig diskutiert – mit Bildern, die den Ballkontakt nicht „lösen“, aber die Kontroverse symbolisieren.
1986 folgt das wohl bekannteste Einzelbild dieser Kategorie: Maradonas „Hand of God“ im Viertelfinale gegen England. Der entscheidende Punkt ist dabei nicht nur die Unregelmäßigkeit, sondern die fotografische Eindeutigkeit des Augenblicks – Hand, Ball, Torwart, Blickrichtung.
IMAGO / Ferdi Hartung / Fußball WM 1966, Finale in Wembley, England - Deutschland 4-2 n.V. Mannschaftsvorstellung vor dem WM Finale 1966, v. li.: BR Deutschland mit Horst Dieter Höttges, Wolfgang Overath, Sigfried Held, Helmut Haller, Wolfgang Weber, Lothar Emmerich, Willi Schulz, Franz Beckenbauer, Karl Heinz Schnellinger, Torwart Hans Tilkowski und Uwe Seeler, Linienrichter Tofik Bakhramov (UdSSR), FIFA Schiedsrichter Gottfried Dienst (Schweiz), Linienrichter Karol Galba (CSSR), x, England mit Bobby Moore, George Cohen, Alan Ball, Torwart Gordon Banks, Roger Hunt, Ray Wilson, Nobby Stiles, Bobby Charlton, Geoff Hurst, Martin Peters und Jack Charlton.
„Hand of God“ 1986 – die Schlüsselszene im Azteca. IMAGO führt dazu konkrete Einzelmotive mit beschreibender Metadatenlage.
IMAGO / Laci Perenyi / Toni Schumacher, Torwart Deutschland, jubelt nach dem Ausgleichstor durch Rudi Völler, Finale Argentinien, Deutschland 3 : 2 am 29. 06.1986 im Azteca Stadion in Mexico Stadt.
Diese beiden Beispiele verbinden eine praktische redaktionelle Lehre: Selbst wenn Bilder eine Regelkontroverse nicht endgültig klären, dokumentieren sie die historische Wahrnehmung – und genau diese Wahrnehmung ist oft das, was Rückblicke erzählen sollen.
Mit 1998 (Frankreich) rückt ein weiteres Motiv ins Zentrum: der Heimsieg als nationales Medienereignis. Das 3:0 im Finale gegen Brasilien – inklusive Zidanes zwei Kopfballtreffern – wurde durch Bilder aus dem Stade de France und späteren Feiern dauerhaft verankert.
2010 (Spanien) zeigt, wie stark ein Turnierfinale über einen einzigen Treffer erinnert werden kann. Das Finale Niederlande–Spanien endet 1:0 nach Verlängerung; Iniesta wird in der Bildsprache vor allem über den Jubel nach seinem Tor und die anschließende Trophäenszene erzählt.
2014 (Deutschland) verdichtet zwei unterschiedliche Bildtypen: Rekord-/Schockbilder aus dem 7:1 gegen Gastgeber Brasilien und das „klassische“ Finalbild mit Götzes Tor zum 1:0 nach Verlängerung gegen Argentinien. Die WM wird hier gleichzeitig als Statistikereignis und als Endspielgeschichte erinnert.
2022 (Argentinien–Frankreich) steht schließlich für die WM als Dramaturgie in Echtzeit: 3:3 nach Verlängerung, Entscheidung im Elfmeterschießen, Messi als „Man of the Match“, Mbappé mit Hattrick. Die ikonischen Motive reichen von Spielszenen bis zur Pokalübergabe und dem Moment, in dem der Siegerpokal „das Bild“ wird.
Frankreich 1998 – Zidane/Deschamps mit dem Pokal. Diese Motive funktionieren besonders in Rückblicken, weil sie das Ergebnis visuell „abschließen“.
IMAGO / APL / Zinedine Zidane, Didier Deschamps und Robert Pires aus Frankreich mit dem Weltmeisterschaftspokal feiern nach dem FIFA-Weltmeisterschaftsfinale zwischen Brasilien und Frankreich im Stade De France am 12. Juli 1998 in Saint-Denis, Frankreich.
Spanien 2010 – Iniesta jubelt nach dem entscheidenden Tor. IMAGO-Bildseiten enthalten dazu präzise Beschreibungen (Finale, Verlängerung, Torschütze).
IMAGO / Horstmüller / Fussball-Weltmeisterschaft 2010, Finale: Niederlande - Spanien 11.7.2010 in Johannesburg, Andres Iniesta (ESP) jubelt beim Schlusspfiff.
Deutschland 2014 – 7:1 gegen Brasilien oder Götzes Finalmoment. Für Dossiers lassen sich beide Erzählstränge bebildern: Rekordhalbfinale und Finalentscheidung.
IMAGO / ZUMA Press Wire / FIFA WM 2014 in Rio de Janeiro, Finale Deutschland vs Argentinien, Mario Götze erzielt das Tor zum 1:0 gegen Sergio Romero.
Argentinien 2022 – Messi mit dem Pokal / Siegerehrung. Hier sind sowohl Pokaljubel als auch Award-Ceremony-Motive verfügbar.
IMAGO / Ulmer/Teamfoto / Fußball WM 2022, Finale Argentinien vs. Frankreich, Lionel Messi (Argentinien) mit dem WM Pokal.
Der rote Faden dieser vier Turniere ist weniger eine Spielidee als die mediale Form: Je näher man der Gegenwart kommt, desto stärker wirken Serienbilder (Sequenzen, Perspektivwechsel, Mixed Zones, Tribünen, Zeremonie). Das erhöht für Redaktionen die Auswahl – und macht Lizenz- und Rechtemanagement zugleich relevanter.
Wer mit legendären WM-Momenten arbeitet, bewegt sich fast immer im Feld der redaktionellen Nutzung: Berichterstattung, Rückblick, Dokumentation, Analyse. IMAGO beschreibt dafür verschiedene Lizenzmodelle, die den Nutzungsrahmen nach Medium, Laufzeit und Reichweite definieren.
Typisch sind Rights Managed (RM) und Royalty Free (RF) Varianten. Wichtig ist dabei die Grundlogik: Eine Lizenz regelt, wie, wo und wie lange ein Bild genutzt werden darf, während das Urheberrecht beim Rechteinhaber verbleibt.
Für kommerzielle Kontexte (Werbung, Sponsoring, Packaging) gelten zusätzlich Fragen der Model- und Property-Releases sowie mögliche Sportverbands- und Markenthemen. IMAGO erläutert Release-Konzepte und kennzeichnet den Status in den Metadaten, damit Kunden entsprechend filtern können.
Der Zugang ist je nach Bedarf unterschiedlich: Einzelkauf im Webshop, Credit-Pakete oder eine persönliche Abstimmung über Sales Manager – etwa bei umfangreichen Bildstrecken, Serien oder wiederkehrenden Produktionen.
Die WM-Geschichte wird nicht nur über Ergebnisse erinnert, sondern über visuelle Abkürzungen: ein Stadion, ein Pokal, ein regelwidriger Kontakt, ein Jubelsprung, ein Moment der Erschöpfung. Genau deshalb haben legendäre WM-Momente eine zweite Lebenszeit – als Bilder, die Kontexte verdichten.
Wer solche Motive publiziert, profitiert von klaren Metadaten, sauber definierten Lizenzen und einer Bildauswahl, die unterschiedliche Erzählformen ermöglicht – vom einzelnen Schlüsselbild bis zur chronologischen Strecke. IMAGO bündelt dafür Content aus Partnernetzwerken und Archiven und unterstützt unterschiedliche Nutzergruppen von Redaktion bis Bildungsprojekt.
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