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Die größten Fußballtrainer und ihr Einfluss auf die WM 2026

FIFA Fußball WM 2026

Im modernen Fußball entscheidet längst nicht mehr nur die Qualität der Spieler über Erfolg oder Misserfolg. Die besten Fußballtrainer aller Zeiten prägen Spielphilosophien, entwickeln Systeme und formen aus individuellen Talenten eingespielte Mannschaften. Sie stehen hinter den größten Erfolgen des Sports — von Weltmeisterschaften bis zu dominanten Liga-Ären — und gelten als die strategischen Köpfe hinter nachhaltigem Erfolg. Wer sich mit den bedeutendsten Trainern der Fußballgeschichte beschäftigt, erkennt schnell: Es geht nicht nur um Titel, sondern um Ideen, Führungsstil und die Entwicklung legendärer Fußballtaktiken.

Dieser Artikel verbindet historische Einordnung mit einem Blick auf die Gegenwart. Er zeigt, wie die erfolgreichsten Fußballtrainer vergangener Jahrzehnte den modernen Fußball bis heute prägen — und welche Ansätze die nächste Generation von Trainern mit Blick auf die Weltmeisterschaft 2026 beeinflussen könnten. Im Fokus stehen dabei die Weiterentwicklung taktischer Konzepte, ihre Anpassung an neue Spielrealitäten und ihr Einfluss auf Nationalteams.

julian-nagelsmann-germany-coach-uefa-nations-leaguIMAGO / Revierfoto / UEFA Nations League Niederlande - Deutschland am 10.09.2024 in der Johan Cruijff Arena in Amsterdam, Julian Nagelsmann (Bundestrainer). 

Legenden, die das Spiel prägten

Sir Alex Ferguson – der erfolgreichste Vereinscoach

Wenn vom besten Fußballtrainer aller Zeiten die Rede ist, fällt der Name Sir Alex Ferguson zuerst. Der Schotte prägte den europäischen Vereinsfußball wie kaum ein anderer. Seine Trainerkarriere begann bei den schottischen Klubs St. Mirren und Aberdeen, mit denen er Pokale und die schottische Meisterschaft gewann. 1986 übernahm er Manchester United und blieb dort 27 Jahre. Unter seiner Leitung gewann der englische Traditionsverein 49 Trophäen, darunter 13 englische Meistertitel, fünf FA‑Cups und zwei Champions-League-Trophäen. Dieses beeindruckende Titelsammelsurium machte ihn zur Personifizierung von Konstanz und Erfolg im Vereinsfußball.

Fergusons Erfolgsgeheimnis lag nicht allein in seiner taktischen Flexibilität, sondern in der Fähigkeit, Mannschaften über Generationen hinweg zu regenerieren. Er formte Teams um Talente wie Ryan Giggs, Paul Scholes oder Cristiano Ronaldo, baute sie um und machte sie zu Champions. Seine berühmte „Fergie Time“, die in der Nachspielzeit entscheidende Tore hervorbrachte, steht sinnbildlich für seine mentale Stärke und die nie endende Motivation, Spiele bis zur letzten Sekunde zu gewinnen. Fernab der Statistik bleibt er ein Vorbild für moderne Trainer in punkto Personalführung und Langfristigkeit.

sir-alex-ferguson-arrives-scottish-premiership-mat IMAGO / Sportimage / Neil Hanna / Edinburgh, Schottland, 28. Februar 2026. Sir Alex Ferguson kommt zum schottischen Premiership-Spiel Hearts gegen Aberdeen im Tynecastle Park an. 

Pep Guardiola – der Perfektionist des Positionsspiels

Pep Guardiola, aktuell Trainer von Manchester City, zählt zu den erfolgreichsten Fußballmanagern und hat wie kaum ein anderer die Spielweise moderner Teams beeinflusst. Als Trainer von Barcelona gewann er in seiner ersten Saison 2008/09 das „Triple“ aus Meisterschaft, Pokal und Champions League. Nach erfolgreichen Stationen beim FC Bayern München und Manchester City sammelte er zahlreiche Titel: Die Statistik listet 12 Meistertitel, 16 nationale Pokalsiege, drei Champions-League‑Triumphe, vier UEFA‑Supercups und vier FIFA-Klubweltmeisterschaften. Mit Manchester City gewann er sechs Premier-League-Titel in sieben Jahren und stellte mit einem historischen „Treble“ 2022/23 erneut einen Meilenstein auf.

Guardiolas Taktik basiert auf einem ausgeklügelten Positionsspiel. Er lässt seine Mannschaft den Ball kontrollieren, wendet Pressing an und nutzt flexible Formationen. Sein berühmtes Spiel über Dreiecke – bei dem die Spieler immer mindestens zwei Anspieloptionen haben – ist eine Weiterführung des „Totalen Fußballs“ von Johan Cruyff. Auch rückwärts agierende Außenverteidiger (inverted full-backs) und das hohe Anlaufen des Gegners sind markante Elemente seiner Spielweise. Guardiola gilt als Perfektionist, der Details wie den richtigen Zeitpunkt für Pässe oder die Raumaufteilung bis zur Perfektion trainiert. Modernen Nationaltrainern dient er als Inspiration für ballbesitzorientierten Angriffsfußball.

pep-guardiola-dejected-manchester-city-match-etiha IMAGO / Sportimage / Andrew Yates / Manchester, England, 4. März 2026. Ein enttäuschter Pep Guardiola, Trainer von Manchester City, während des Premier-League-Spiels Manchester City gegen Nottingham Forest im Etihad-Stadion. 

Johan Cruyff – Visionär des Totalen Fußballs

Johan Cruyff war sowohl als Spieler als auch als Trainer ein Pionier. Als Coach von Ajax (1985–1988) gewann er den Europapokal der Pokalsieger 1987, ehe er 1988 den FC Barcelona übernahm. Dort führte er die „Dream Team“-Generation zu vier aufeinanderfolgenden La‑Liga‑Titeln und dem Gewinn des Europapokals der Landesmeister 1992. Cruyffs Einfluss geht über Pokale hinaus: Er machte den „Totalen Fußball“ salonfähig – eine Spielweise, die von Positionswechseln, Ballbesitz und Beweglichkeit geprägt ist. Er betonte, dass Fußball aus „passen und Ballkontrolle“ bestehe.

Seine taktischen Ideen umfassten ein 3‑4‑3‑System, das sich in einem Rhombus aufstellte und Dreiecke bildete. Spieler sollten stets in Bewegung sein, um Räume zu schaffen und zu besetzen. Cruyff lehrte, dass der Ball schneller ist als jeder Spieler – eine Philosophie, die die Spielweise des FC Barcelona prägte und später von Guardiola weiterentwickelt wurde. Viele moderne Trainer lassen Elemente von Cruyffs Philosophie in ihre Teams einfließen, etwa das Aufrücken der Abwehrkette oder das ständige Verschieben der Mittelfeldspieler.

Arrigo Sacchi – Revolutionär des Pressings

Arrigo Sacchi veränderte den italienischen Fußball grundlegend. Zuvor dominierte in Italien das „Catenaccio“ – eine defensive Spielweise mit Manndeckung. Sacchi, der selbst nie professionell spielte, führte beim AC Milan in den späten 1980er-Jahren ein radikales Pressingsystem ein. Mit Spielern wie Franco Baresi, Paolo Maldini und Ruud Gullit gewann er zwei Europapokal‑Titel in Folge (1989 und 1990). Er bevorzugte ein 4‑4‑2 mit zonaler Manndeckung, bei dem die gesamte Mannschaft im Verbund presste, um den Gegner zu Fehlern zu zwingen. In seiner Autobiografie betont er, dass der Schlüssel „im Ballpressing und im gemeinsamen Angreifen und Verteidigen“ liege. Sacchis Ansatz revolutionierte das defensive und offensive Verhalten von Mannschaften; viele Trainer übernehmen heute noch seine Prinzipien.

Carlo Ancelotti – der flexible Pragmatiker

Carlo Ancelotti ist einer der meistdekorierten Trainer überhaupt. Laut Transfermarkt gewann er fünf Champions-League‑Titel (zwei mit dem AC Milan, drei mit Real Madrid) und ist der erste Trainer, der in Italien, England, Spanien, Deutschland und Frankreich Meisterschaften gewann. Er verließ Real Madrid 2023 als erfolgreichster Trainer der Klubgeschichte mit 15 Titeln und 249 Siegen in 352 Spielen. Seine taktische Philosophie ist pragmatisch: Er passt das System an die Qualität der Spieler an. Bei Real Madrid setzte er auf ein 4‑3‑3 mit einem kreativen Mittelfeld um Luka Modrić und Toni Kroos; beim AC Milan war er für die Raute im Mittelfeld mit Andrea Pirlo berühmt. Ancelottis Balance zwischen Offensivdrang und defensiver Stabilität macht ihn zu einem Vorbild für Nationaltrainer, die unterschiedliche Spielertypen integrieren müssen.

Carlo Ancelotti übernimmt zudem nach seiner Zeit in Madrid die brasilianische Nationalmannschaft. Wie „The Guardian“ berichtet, ist er damit der erste ausländische Coach der Seleção und soll nach der Amtszeit von Interimstrainer Fernando Diniz das Team zur WM 2026 führen. Brasilien gilt als traditioneller Wegbereiter offensiver Spielsysteme, und die Verpflichtung eines europäischen Trainers zeigt den Wunsch, taktische Variabilität mit südamerikanischer Kreativität zu verbinden.

carlo-ancelotti-brazilian-national-football-team-cIMAGO / Brazil Photo Press / WilliamxVolcov / Carlo Ancelotti, Trainer der brasilianischen Nationalmannschaft, spricht mit Journalisten im Ritz Hotel in Washington, D.C.  

Legendäre Fußballtaktiken und ihre Auswirkungen

Der moderne Fußball wird von taktischen Trends geprägt, die oft Jahrzehnte zuvor entstanden sind. Die legendären Fußballtaktiken der großen Trainer beeinflussen bis heute die Spielsysteme in Nationalmannschaften.

Totaler Fußball und Positionsspiel
Die Grundidee, dass alle Spieler sowohl offensiv als auch defensiv agieren, wurde von Cruyff und Rinus Michels entwickelt. Guardiola verfeinerte dieses Konzept zu einem komplexen Positionsspiel, bei dem Spieler ständig Dreiecke bilden. Nationaltrainer wie Julian Nagelsmann wenden ähnliche Mechanismen an, indem sie ihre Teams in fluiden 4‑2‑3‑1‑ oder 3‑4‑2‑1‑Formationen auftreten lassen, die Ballbesitz und Gegenpressing kombinieren.

Pressing und Gegenpressing
Sacchis Milan und später Jürgen Klopp bei Borussia Dortmund und Liverpool betonten das ballorientierte Pressing. Sacchi ließ seine Mannschaft in einem kompakten Block verschieben, sodass der ballführende Gegner keine Anspielstation fand. Moderne Trainer wie Luis de la Fuente oder Lionel Scaloni setzen darauf, sofort nach Ballverlust wieder Druck auszuüben. Der Gegenpressing‑Ansatz führt dazu, dass Spieler physisch und mental topfit sein müssen.

Flexibilität und hybride Systeme
Ancelotti zeigte mit Real Madrid, dass man Systeme an Spieler anpassen muss. Sein Ansatz, in verschiedenen Phasen des Spiels zwischen 4‑3‑3, 4‑4‑2 oder 4‑2‑3‑1 zu wechseln, wird heute von Nationaltrainern wie Roberto Martínez oder Marcelo Bielsa kopiert. Bielsa setzt traditionell auf eine extrem offensive 3‑3‑3‑1‑Aufstellung, passt sie aber in Uruguay an die vorhandenen Talente an und plant, das Team bei der WM 2026 mit hohem Pressing zu überraschen.

Man-Management und langfristige Teamführung
Ferguson bewies, dass Erfolg nicht nur aus Taktik besteht. Sein Umgang mit Stars und jungen Talenten bildet ein Modell für Trainer, die auf mehrere Turniere hin planen. Didier Deschamps setzt bei Frankreich auf eine stabile Hierarchie und menschliche Nähe, wodurch er 2018 Weltmeister und 2022 Vizeweltmeister wurde. Solche weichen Faktoren sind oft entscheidend, wenn unterschiedliche Generationen und Charaktere in einer Nationalmannschaft zusammenfinden.

Diese taktischen Ideen bilden den Hintergrund für die Betrachtung der aktuellen Nationaltrainer und ihrer Chancen bei der Weltmeisterschaft 2026.

FIFA Fußball WM 2026

Die aktuellen Hoffnungsträger der Weltmeisterschaft 2026

Die kommende Weltmeisterschaft in den USA, Kanada und Mexiko wird den Charakter der globalen Fußballbühne verändern. Es ist die erste Endrunde mit 48 Mannschaften, die über drei Länder verteilt ausgetragen wird. Ein Blick auf die Nationaltrainer zeigt, welche Persönlichkeiten die Turnierdramaturgie bestimmen könnten.

Didier Deschamps (Frankreich)

Didier Deschamps steht seit 2012 an der Seitenlinie der Équipe tricolore und war zuvor Kapitän des Weltmeisterteams von 1998. Unter seiner Führung gewann Frankreich die WM 2018 und erreichte 2022 das Finale. Der mittlerweile 57‑jährige Basken hat mehrfach bestätigt, dass er seine Tätigkeit nach der Weltmeisterschaft 2026 beenden wird – „2026 wird es vorbei sein … in meinem Kopf ist das sehr klar“, erklärte er im Januar 2025 und betonte, dass man „auch einmal Stopp sagen können muss“. Sein Vertrag läuft bis nach dem Turnier.

Präsident Philippe Diallo vom französischen Verband (FFF) verriet im Frühjahr 2026, dass er den Namen des künftigen Trainers bereits kenne und weniger als fünf, allesamt französische, Bewerbungen vorlägen; man suche eine Persönlichkeit, die die Unterstützung des Publikums genießt. Laut übereinstimmenden Medienberichten – unter anderem ESPN – hat Zinedine Zidane eine mündliche Vereinbarung mit der FFF getroffen und soll den Posten nach der WM übernehmen; die offizielle Bestätigung werde jedoch erst nach dem Turnier erfolgen, um Deschamps’ Kampagne nicht zu stören.

Taktisch vertraut Deschamps weiterhin auf defensive Stabilität. Während der EM 2024 lobte ESPN die kompakte Defensive, verwies aber auf offensiv fehlende Effizienz; um die Balance zu finden, setzte Deschamps auf eine asymmetrische 4‑4‑2‑Formation mit N’Golo Kanté vor der Abwehr und Adrien Rabiot als ausgleichendem Part auf der linken Seite. Offensiv baut er auf erfahrene Führungsspieler wie Antoine Griezmann, Kylian Mbappé und Aurélien Tchouaméni. Gleichzeitig integriert er immer wieder junge Talente: Für die USA‑Testspiele im März 2026 nominierte er neben Routiniers auch Michael Olise, Rayan Cherki, Maghnes Akliouche, Désiré Doué und Warren Zaïre‑Emery. Mit dieser Mischung aus bewährten Kräften und aufstrebenden Spielern geht Frankreich als einer der Favoriten ins Turnier; Deschamps will seine 14‑jährige Amtszeit mit einem weiteren Titel krönen.

didier-deschamps-olympique-marseille-strasbourg-maIMAGO / Buzzi / Didier Deschamps in einem Spiel zwischen Olympique de Marseille und Strasbourg (5-0), 1993.  

Julian Nagelsmann (Deutschland)

Julian Nagelsmann ist mit 38 Jahren einer der jüngsten Nationaltrainer. Nachdem er im September 2023 Hansi Flick ablöste, führte er die deutsche Mannschaft bei Testspielen zu neuen Erfolgen. Im April 2024 verlängerte der Deutsche Fußball-Bund seinen Vertrag bis 2026. In einer Reuters‑Meldung sagte Nagelsmann, dass er „diese Mannschaft weiterentwickeln und die Fans begeistern“ wolle. Nagelsmann zeichnet sich durch flexible Taktiken aus und setzt auf einen Mix aus erfahrenen Spielern wie Ilkay Gündogan und Talenten wie Jamal Musiala. Die Heim-EM 2024 war ein Zwischenziel; der Blick richtet sich aber vor allem auf eine starke WM‑Leistung in Nordamerika. Sein analytischer Stil und seine Offenheit für Datenanalysen machen ihn zu einem modernen Trainer.

Luis de la Fuente (Spanien)

Luis de la Fuente übernahm die spanische Nationalmannschaft Ende 2022. Nach dem Gewinn der Nations League 2023 und dem Triumph bei der EM 2024 verlängerte er seinen Vertrag bis 2028. De la Fuente muss Spanien durch die Qualifikation zur WM 2026 führen und setzt auf einen ballbesitzorientierten Fußball mit schnellen Tempowechseln. Er bekannte in Interviews, dass er seine Mannschaft stets kritisch betrachte und sie stetig verbessern wolle. Seine langfristige Arbeit mit der Generation um Pedri, Gavi und Nico Williams lässt Spanien mit großem Potenzial in die Zukunft blicken.

Lionel Scaloni (Argentinien)

Lionel Scaloni führte Argentinien als Interimstrainer 2018 zunächst ins Chaos – und dann zum Triumph. 2021 gewann er die Copa America, 2022 folgte der zweite Weltmeistertitel des Landes. Der argentinische Fußballverband bestätigte seinen Vertrag bis 2026 und lobte seine Dankbarkeit gegenüber Verband und Spielern. Scaloni mischt erfahrene Stars wie Lionel Messi (der voraussichtlich sein letztes Turnier bestreiten wird) mit jungen Kräften wie Enzo Fernández und Julián Álvarez. Er setzt auf ein kompaktes 4‑4‑2, das bei Ballbesitz in ein 4‑3‑3 übergeht. Die Erwartungen in Argentinien sind hoch, doch Scaloni bewies, dass er mit Druck umgehen kann.

Thomas Tuchel (England)

Englands Fußballverband schlug 2025 einen neuen Weg ein und verpflichtete den Deutschen Thomas Tuchel. Der ehemalige Trainer von Chelsea, Paris Saint‑Germain und Bayern München gilt als brillanter Taktiker. Im Oktober 2024 bestätigte der Verband seine Ernennung als dritter ausländischer Trainer, der diese prestigeträchtige Position innehat. Tuchel ersetzte Gareth Southgate und erhielt zunächst einen 18‑Monats‑Vertrag für die WM 2026. Seine frühere Zusammenarbeit mit Assistent Anthony Barry wird fortgeführt.

Nachdem England alle acht Qualifikationsspiele souverän gewann und kein Gegentor kassierte, verlängerte der Verband Tuchels Vertrag bis 2028. Der Trainer erklärte, er sei „sehr glücklich und stolz, England weiter zu betreuen“. Diese langfristige Planung soll Kontinuität bringen, zumal England bei der Heim‑Europameisterschaft 2028 als Gastgeber auftritt. Tuchels Spielstil kombiniert kontrollierten Ballbesitz mit schnellem Umschaltspiel. Er vertraut Spielern wie Harry Kane, Jude Bellingham und Phil Foden und ist bekannt für die Anpassungsfähigkeit seiner Teams.

borussia-dortmund-training-marbella-thomas-tuchelIMAGO / DeFodi / Trainingslager in Marbella des BV Borussia Dortmund, Trainer Thomas Tuchel mit der Mannschaft am 10.01.2017.

Roberto Martínez (Portugal)

Der spanische Trainer Roberto Martínez, bekannt für seine Zeit mit Belgiens „Goldener Generation“, wurde im Januar 2023 als Nachfolger von Fernando Santos präsentiert. Laut dem spanischen Magazin „AS“ unterzeichnete er einen Vertrag, der ihn bis zur WM 2026 an Portugal bindet und sowohl die Europameisterschaft 2024 als auch das Turnier in Nordamerika abdeckt. Nach dem enttäuschenden Ausscheiden bei der EM 2024 verteidigt Martínez seine Arbeit, betont aber, dass Kritik Teil der hohen Ansprüche sei. Er setzt auf aggressive, ballorientierte Systeme und plant, eine Mannschaft um Bernardo Silva, Bruno Fernandes und die junge Generation (u. a. Gonçalo Ramos) aufzubauen. Seine Philosophie basiert auf Ballbesitzfußball, jedoch mit größerer vertikaler Dynamik als unter seinem Vorgänger.

Marcelo Bielsa (Uruguay)

Der Argentinier Marcelo Bielsa übernahm im Mai 2023 die uruguayische Nationalmannschaft. Der Verband bestätigte, dass er einen Vertrag bis 2026 unterschrieben habe. Bielsa ist berühmt für seinen offensiven Stil und seine 3‑3‑3‑1‑Aufstellung, er verlangt extreme Laufarbeit und intensive Physis. In Uruguay trifft er auf ein talentiertes Team mit Darwin Núñez und Federico Valverde. Bielsa sagte bei seiner Vorstellung, dass ihn die Qualität des Spielermaterials überzeugt habe. Ziel ist es, Uruguay wieder an die Spitze Südamerikas zu führen und in Nordamerika für Überraschungen zu sorgen.

Luciano Spalletti (Italien)

Der italienische Meistertrainer Luciano Spalletti übernahm 2023 das Amt des Nationaltrainers, nachdem Roberto Mancini überraschend zurückgetreten war. Obwohl Italien bei der EM 2024 im Achtelfinale ausschied, bekräftigte Verbandspräsident Gabriele Gravina, dass Spalletti wie geplant bis 2026 im Amt bleiben werde. Der erfahrene Coach brachte Napoli 2023 zur ersten Scudetto seit 33 Jahren und setzt auf schnelle Flügelspieler, Ballbesitz und aggressives Pressing. Er baut die Mannschaft um Jorginho, Nicolò Barella und Nachwuchsstars wie Federico Chiesa auf. Spalletti soll die Azzurri zurück auf die internationale Bühne führen, nachdem sie 2018 die WM verpasst hatten und 2022 als Europameister enttäuschend scheiterten.

giuseppe-maffia-as-roma-juventus-serie-a-luciano-sIMAGO / Giuseppe Maffia / AS Rom gegen Juventus FC - Serie A, Enilive. Luciano Spalletti, Cheftrainer von Juventus FC, gestikuliert während der Serie. 

Jaime Lozano (Mexiko)

Als Mitgastgeber der WM 2026 steht Mexiko unter besonderem Druck. Jaime Lozano, der 2023 interimistisch übernahm, wurde vom Verband als Cheftrainer bestätigt. Reuters berichtet, dass die Federación Mexicana de Fútbol seine Amtszeit bis 2026 verlängert habe. Lozano erklärte vor der Copa America 2024, dass das Turnier die beste Vorbereitung für die WM sei, weil man gegen Weltklassemannschaften antrete. Trotz Kritik nach Niederlagen gegen die USA und Uruguay versucht er, junge Talente wie Santiago Giménez und Edson Álvarez zu integrieren. Sein Ziel ist es, Mexiko in die K.-o.-Phase zu führen – ein ambitioniertes Unterfangen vor heimischem Publikum.

Ronald Koeman (Niederlande)

Nach dem Abschied von Louis van Gaal kehrte Ronald Koeman 2023 als niederländischer Nationaltrainer zurück. Der KNVB gab im April 2022 bekannt, dass Koeman einen Vertrag bis 2026 unterschrieben habe, wodurch er die EM 2024 und die WM 2026 betreuen soll. Die Erwartungen an „Oranje“ bleiben hoch, und Koeman betonte vor der WM‑Qualifikation, dass die Niederlande verpflichtet seien, ihre Gruppe zu gewinnen. Er setzt auf eine Mischung aus erfahrener Defensive um Virgil van Dijk und jungen Offensivspielern wie Xavi Simons. Sein bevorzugtes System ist ein 4‑3‑3, das schnelle Angriffe über die Flügel ermöglicht.

Gregg Berhalter (USA)

Die USA als Mitgastgeber setzen ebenfalls auf Kontinuität. Gregg Berhalter wurde nach einer halbjährigen Pause im Juni 2023 erneut als Trainer eingesetzt, um die Mannschaft zur WM 2026 zu führen. Berhalter war zuvor wegen eines privaten Zwischenfalls mit dem Verband in Konflikt geraten, kehrte aber zurück und betont den Fokus auf Teamkultur und Spielerentwicklung. Er setzt auf ein 4‑3‑3 mit hohem Pressing und will Spieler wie Christian Pulisic, Weston McKennie und Giovanni Reyna zu einer schlagkräftigen Einheit formen. Für die USA ist das Turnier eine Chance, das internationale Prestige zu steigern und eine Generation von Talenten zu fördern.

gregg-berhalter-directs-players-group-a-match-unitIMAGO / Icon Sportswire / Nick Tre. Smith / Der Trainer der Vereinigten Staaten, Gregg Berhalter, dirigiert seine Spieler während des Gruppenspiels der Gruppe A zwischen den Vereinigten Staaten und Uruguay am 1. Juli 2024 im Arrowhead-Stadion in Kansas City.

Was moderne Trainer von den Legenden lernen können

Die Reise der Nationaltrainer zur WM 2026 spiegelt wider, wie sich taktische Konzepte aus der Vergangenheit mit modernen Ansätzen verbinden. Einige Beobachtungen:

  • Langfristige Planung und Anpassungsfähigkeit: Sir Alex Ferguson bewies, dass konstantes Gewinnen nur möglich ist, wenn ein Trainer frühzeitig nach Talenten sucht und radikale Umbauten durchführt. Nationaltrainer wie Deschamps und Scaloni übernehmen diese langfristige Denkweise: Sie setzen auf Kontinuität, aber auch auf einen regelmäßigen Generationenwechsel.

  • Positionsspiel und Pressing kombinieren: Guardiola und Cruyff legten den Grundstein für ballbesitzorientierten Fußball. Doch erst die Mischung mit Sacchis Pressing ergibt den modernen Stil, den etwa Nagelsmann oder Spalletti anwenden. Das schnelle Umschalten nach Ballverlust ist ein wesentliches Element, das moderne Nationalteams erfolgreich macht.

  • Psychologische Führung: Ferguson, Deschamps und Ancelotti zeichnen sich durch empathische Führung aus. Der Umgang mit Stars erfordert Menschenkenntnis, klare Kommunikation und Disziplin. Tuchel gilt als anspruchsvoll, doch er arbeitet eng mit seinem Team zusammen und betont die Bedeutung von Vertrauen.

  • Flexibilität statt starrer Systeme: Sacchi zeigte, dass Pressing nur dann funktioniert, wenn alle Spieler gemeinsam agieren. Bielsa wiederum nutzt ein extremes 3‑3‑3‑1, das im modernen Fußball selten ist, aber in Uruguay auf das vorhandene Talent zugeschnitten wird. Ancelotti passt sein System je nach Kader an. Moderne Nationaltrainer müssen ihre Philosophie an die Realität ihres Teams anpassen, anstatt dogmatisch festzuhalten.

  • Nutzung von Daten und Technologie: Neuere Trainer wie Nagelsmann oder de la Fuente setzen verstärkt auf Datenanalyse, um Muster zu erkennen und Entscheidungen zu treffen. Diese „Moneyball“-Elemente kombinieren sie mit klassischen Coaching-Prinzipien. Die Analysen helfen, Schwächen zu erkennen und Trainingseinheiten zielgerichtet zu planen.

Die Bedeutung von Bildern im Fußballjournalismus

Bilder erzählen oft schneller Geschichten als Worte und spielen eine zentrale Rolle bei der Vermittlung von Emotionen. Für einen Artikel über Fußballtrainer bedeutet das:

  • Originelle Fotos wählen: Zeigen Sie Trainer in charakteristischen Situationen – bei einer emotionalen Ansprache, in der Gestik während des Spiels oder im Austausch mit Spielern. Solche Aufnahmen unterstreichen die Persönlichkeit des Coaches.

  • Kontextualisierte Bildbeschreibungen: Bildtitel sollten Namen, Ort und Datum enthalten, etwa „Pep Guardiola jubelt beim Champions‑League‑Finale 2023 in Istanbul“. Diese Präzision erhöht die Glaubwürdigkeit und erleichtert das Wiederfinden.

  • Keywords in Dateinamen integrieren: Für die SEO‑Optimierung sollten Dateinamen Begriffe wie „bester‑fußballtrainer‑aller‑zeiten“ oder „legendäre‑fußball‑taktiken“ enthalten. Das erleichtert Suchmaschinen die Einordnung der Bilder.

  • Bildsprache nutzen: Nutzen Sie Bildsequenzen, um den Werdegang einer Karriere zu zeigen – etwa Sir Alex Ferguson mit jungen Spielern in den 1990er‑Jahren und später beim Gewinn seiner letzten Meisterschaft. Auch taktische Grafiken (3‑4‑3 von Cruyff oder 4‑4‑2 von Sacchi) können komplexe Inhalte veranschaulichen.

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Wer Bilder veröffentlicht, bewegt sich immer im Spannungsfeld zwischen Bildrechten, Persönlichkeitsrechten und Nutzungszweck. Eine Lizenz überträgt nicht das Eigentum am Bild – sie regelt lediglich das Nutzungsrecht, während das Urheberrecht beim jeweiligen Fotografen oder bei der Agentur verbleibt. Bei IMAGO stehen dazu verschiedene Lizenzmodelle zur Verfügung:

  • Rights Managed (RM): Diese Lizenz eignet sich für klar umrissene, einmalige Nutzungen, etwa einen einzelnen Artikel, eine bestimmte Social‑Media‑Veröffentlichung oder eine definierte Druckauflage. Laufzeit, Gebiet und Medium können präzise festgelegt werden.

  • Royalty Free Classic (RF Classic): Dieses Modell erlaubt die wiederholte Nutzung eines Bildes, ohne dass jedes Mal eine separate Meldung erforderlich ist. Je nach Variante (Standard oder Extended) gelten unterschiedliche Reichweiten.

  • Royalty Free Premium (RF Premium): Diese Lizenz bietet besonders flexible Nutzungsmöglichkeiten für größere Projekte wie Print‑Kampagnen, Verpackungen oder Merchandising.

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